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Tarifergebnis für Krankenhausärzte ohne Streik

VKA und Marburger Bund einigen sich auf Eckpunkte / VKA: „Abschluss passt in die Zeit, aber nicht zur Krankenhausfinanzierung" / Einigung steht noch unter Gremienvorbehalt

Gummersbach. Die VKA ist ihrem Ziel, einen Streik in den kommunalen Krankenhäusern zu verhindern, ein großes Stück näher gekommen. Bei Sondierungsgesprächen zwischen VKA und Marburger Bund konnten gemeinsam Eckpunkte für einen Tarifabschluss erarbeitet werden. Dem hat der zuständige VKA-Gruppenausschuss für Krankenhäuser heute in Gummersbach zugestimmt.

Das Eckpunktepapier sieht Gehaltserhöhungen von 2,9 Prozent ab Januar 2012 vor. Damit läge die Bezahlung in kommunalen und in Uni-Kliniken wieder ungefähr auf dem gleichen Niveau. „Ein Tarifabschluss in Höhe von 2,9 Prozent lässt die Ärzte an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben. Der Abschluss passt so gesehen in die Zeit. Er passt jedoch nicht zur aktuellen Krankenhausfinanzierung", so VKA-Verhandlungs¬führer Joachim Finklenburg. „Der lineare Abschluss ist doppelt so hoch wie die Steigerungsrate, die den Krankenhäusern 2012 zur Verfügung steht. Wir erwarten von der Politik, hier zu Verbesserungen zu kommen."

Die Eckpunkte der vorläufigen Einigung:

• 2,9 Prozent Entgelterhöhung ab Januar 2012,

• Erhöhung der Bereitschaftsdienstentgelte in gleicher Höhe (2,9 Prozent),

• Zuschlag für Bereitschaftsdienste ab der 97. Stunde im Monat von 5 Prozent,

• Einmalzahlung von 440 Euro,

• zusätzliche Verbesserungen für Oberärzte/Chefarztstellvertreter in der Entgelttabelle,

• Laufzeit: 16 Monate bis Ende 2012.

Regelungen zu Begrenzung oder Voranmeldefristen von Bereitschaftsdiensten wurden nicht vereinbart. „Hier verbleibt es bei den bisherigen Regelungen und Begrenzungen durch den Tarifvertrag, die bereits über das europäische Arbeitszeitgesetz hinausgehen. Es war uns wichtig, keine Eingriffe in die Betriebsabläufe und Dienstplanerstellung der Krankenhäuser im Tarifvertrag vorzugeben, so wie das der Marburger Bund ursprünglich gefordert hatte", so VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann. „Insgesamt haben wir haben mit dem vorliegenden Kompromiss die große Chance, einen vertretbaren Tarifabschluss ohne Streik zu erreichen. Dies sollten wir nutzen, auch wenn der Abschluss für die Krankenhäuser durch die Kostenwirkung oberhalb der Steigerungsrate durchaus schwierig ist."

Sowohl VKA als auch Marburger Bund werden das Eckpunktepapier intern weiter abstimmen. Die Einigung steht deshalb noch unter Gremienvorbehalt.

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Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ist der tarifpolitische und arbeitsrechtliche Dachverband der kommunalen Verwaltungen und Betriebe in Deutschland. Die Tarifverträge der VKA gelten für rund zwei Millionen Beschäftigte des kommunalen öffentlichen Dienstes. Zu den kommunalen Arbeitgebern gehören Verwaltungen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Sparkassen, Ver- und Entsorgungsbetriebe sowie Nahverkehrsunternehmen und Flughäfen. Weitere Informationen auf www.vka.de.

Pressekontakt
Katja Christ
Telefon: (069) 92 00 47-54
Mobil: 0160 – 94 12 18 50
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