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NKG weist Kassenkritik scharf zurück

Hannover. Der Vorstand der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) hat sich mit den Schließungsplänen der Krankenkassen für angeblich 33 Krankenhäuser in Niedersachsen auseinandergesetzt. Dabei wurde das Vorgehen des vdek scharf kritisiert, insbesondere auch, weil es überhaupt keine entsprechende Liste gibt.

„Sowohl inhaltlich als auch von der Vorgehensweise ist dieser Vorstoß des vdek auf das Schärfste zurückzuweisen", erklärt NKG-Vorsitzender Dr. Gerhard Tepe.
Krankenkassen, Krankenhausgesellschaft, Ministerium sowie alle Beteiligten im Planungsausschuss hätten stets Entscheidungen zu Versorgungsstrukturen gemeinsam diskutiert und getragen. Eine Schließungsliste „kleiner" Krankenhäuser sei dabei niemals beraten worden. Es gebe eine solche Liste nicht. Dies hat der vdek auf Nachfrage mittlerweile bestätigt. Im Gegenteil wurde erst kürzlich ein gemeinsamer Weg zur Klärung von Strukturfragen beschlossen.

Die finanziellen Probleme der Krankenhäuser ließen sich auch nicht simpel mit angeblichen
Überkapazitäten erklären, so die Krankenhausgesellschaft. Die mangelhafte Krankenhausfinanzierung sei ein Systemproblem und betreffe mittlerweile fast alle Krankenhäuser. In Niedersachsen würden mehr als zwei Drittel von ihnen nicht mehr ausreichend finanziert. Das habe auch der aktuelle „NKG-Indikator 2013" ergeben.

Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft begrüßt daher die klare Positionierung der
Sozialministerin zum gemeinsamen Ziel einer umfassenden Diskussion zur Zukunft der
Krankenhäuser in Form von Strukturgesprächen. Diese sollen in Kürze beginnen. In diesem Rahmen sollen Versorgungsangebote abgesprochen und optimiert werden, ohne – unreflektiert und im Voraus – gleich ganze Standorte infrage stellen zu müssen. Entscheidend sei auch, dass Strukturänderungen mit ausreichenden Investitionen flankiert würden. Die Krankenhäuser seien aufgrund des jahrelangen Sparkurses von Politik und Krankenkassen nicht mehr in der Lage, Strukturveränderungen aus eigener Kraft zu finanzieren. Unabhängig davon seien sich alle Experten einig, dass die Betriebskostenfinanzierung über die Fallpauschalen ebenfalls reformiert werden müsse.





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