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VdEK: Zahl der Krankenhäuser reduzieren

Hannover. „Für eine bessere und gleichzeitig wohnortnahe Versorgung müsste die Zahl der Kliniken landesweit von derzeit 193 auf rund 160 reduziert werden." Das erklärte einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) zufolge Jörg Niemann, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (VdEK) der HAZ. Ein Teil vor allem der kleinen Häuser sei wirtschaftlich nicht mehr zu halten. Wenn man diese schließe und den größeren Kliniken mehr Behandlungen überlasse, diene das den Krankenhäusern und auch den Patienten. Das Sozialministerium müsse entsprechende Schritte einleiten.


Der Kassenverband hat anhand der aktuellen Bevölkerungsprognose ermittelt, dass u.a., wegen des starken Bevölkerungsrückgangs rund 4000 der derzeit 40.000 Krankenhausbetten überflüssig würden.
Der Kassenverband nennt gegenüber der Zeitung Beispiele aus Gegenden, in denen die Bevölkerung drastisch schrumpfen wird. In Göttingen könnten die Krankenhäuser Neu-Mariahilf und Neu-Bethlehem, die direkt nebeneinanderliegen, auf Dauer nicht bestehen und müssten zwingend fusionieren. Im Kreis Verden gebe es Krankenhäusern in Achim und in Verden. Das in Achim liege nur neun Kilometer von einer Klinik der Hochleistungsmedizin in Bremen-Ost entfernt. Beide Häuser erwirtschafteten zuletzt einen Verlust von sechs Millionen Euro, den der Landkreis ausgleichen müsse. Auch in Delmenhorst bestünden zwei Krankenhäuser, obwohl es in der Nähe leistungsfähigere Kliniken in Oldenburg und Bremen gebe.

Niemann fordert ein landesweites Konzept dafür, wann welche Klinik geschlossen werden soll. Er bezieht sich dabei auf die Bevölkerungsprognose, wonach das Land bis zum Jahr 2030 rund 505.000 Bewohner weniger haben werde – ein Rückgang der Bevölkerungszahlen um 6,4 Prozent. Hinzu komme eine weitere Verkürzung der Verweildauern sowie eine Zunahme ambulanter statt stationärer Behandlungen. Der notwendige Bettenabbau solle vor allem in kleinen Häusern erfolgen.





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