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Schwieriges Demografiemanagement

Berlin. Vor allem im Gesundheitswesen haben die Führungskräfte Schwierigkeiten, Nachwuchs zu finden. Das Beratungsunternehmen Steria MummertConsulting hat in einer Studie „Managementkompass Demografiemanagement" herausgefunden, dass 63 Prozent der Entscheider in Gesundheitsunternehmen sich darum Sorgen machen. Damit habe es dieser Bereich vor allen anderen Branchen besonders schwer, die Stellen für Auszubildende und Trainees zu besetzen.
In der Studie wurde danach gefragt, wie Unternehmen den Auswirkungen des demografischen Wandels begegnen und wie sie auch die Potenziale älterer Mitarbeiter nutzen. Dafür wurden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Management und Wirtschaftsforschung IMWF 229 Fach- und Führungskräfte im Personalmanagement und in Geschäftsführungen befragt.
In der Gesundheitsbranche hatten nicht nur drei von fünf befragten Entscheidern mit der Besetzung von Nachwuchsstellen Schwierigkeiten, sondern 58 Prozent von ihnen auch bei den älteren Mitarbeitern. Gerade wenn erfahrende Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, nehmen sie Wissen mit, wenn es nicht gelingt, rechtzeitig Nachfolger zu finden, an die dieses Wissen weitergegeben werden kann. In dieser Beziehung sahen 79 Prozent der Führungskräfte ein hohes Risiko durch Know-how-Verluste.
Bis zum Jahr 2050 wird eine Verdopplung der Zahl der Pflegebedürftigen vorausgesagt. Damit werden auch Krankenhausaufenthalte sowie die Anzahl chronisch Kranker zunehmen. Für die Versorgung werden rund zwei Millionen Pflegekräfte und anderes Klinikpersonal benötigt. Zumindest derzeit fehlen dafür jüngere Bewerber.
Auch das Durchschnittsalter der Beschäftigten in der Gesundheitsbranche ist im Vergleich mit anderen höher. Derzeit sind 79 Prozent von ihnen älter als 40 Jahre. In allen anderen Branchen sind es 63 Prozent.
Die Studie verweist aber auch darauf, dass in den Einrichtungen oft Personalakten nicht digitalisiert vorliegen und das Datenmanagement schlecht ist. Daher sei oft nicht bekannt, wo demnächst Vakanzen entstehen würden. So konnten auch 33 Prozent der Befragten aus dem Gesundheitswesen nicht sagen, wie viele Mitarbeiter in Schlüsselpositionen in den nächsten drei Jahren das Unternehmen verlassen werden.





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