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Gespräche zur Krankenhausstruktur in Niedersachsen

Hildesheim. Die mit der Krankenhausversorgung befassten Akteure im Landkreis Hildesheim wollen künftig enger zusammenarbeiten. Sie wollen einvernehmlich eine gemeinsame Strategie zur Weiterentwicklung der Krankenhausstruktur erarbeiten. Das ist das Fazit des ersten großen Regionalgesprächs für den Landkreis Hildesheim. Zu diesem hatten Landrat Reiner Wegner und Jörg Röhmann, Staatssekretär im Sozial- und Gesundheitsministerium, eingeladen.

Zu den einzelnen Arbeitsfeldern, die für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Krankenhausstruktur von Bedeutung sind, wurden Arbeitsaufträge an die Beteiligten erteilt. 

Bei dem Regionalgespräch wurden zunächst die maßgeblichen Strukturdaten der Krankenhausversorgung vorgestellt und diskutiert. Sie sollen die Grundlage der zukünftigen Krankenhausplanung sein. Demnach gibt es im Landkreis Hildesheim eine umfassende stationäre medizinische Versorgung. Festgestellt wurde auch ein leichter, über dem Landesdurchschnitt liegender Überhang an Krankenhausbetten. Auffällig ist zudem die hohe Zahl an Krankenhäusern - im Landkreis Hildesheim gibt es sieben Standorte. Zu berücksichtigen ist außerdem die prognostizierte Einwohnerentwicklung, wonach die Stadt Hildesheim gestärkt, Teile des übrigen Landkreises jedoch geschwächt werden. Schließlich gibt es Doppelstrukturen in der medizinischen Versorgung. Verschiedene Krankenhäuser unterbreiten also identische Angebote. Einige Krankenhäuser vermeldeten erhebliche finanzielle Probleme.

Erstmals fand ein Regionalgespräch in derart großer Runde statt. Zum Auftakt sollten alle eingebunden werden, die für den nun gestarteten Prozess von Bedeutung sind. Eingeladen waren unter anderem die Bürgermeister der Krankenhausstandorte, alle Krankenhausbetreiber und deren Mitarbeitervertreterinnen und -vertreter, ein Vertreter des Krankenhausplanungsausschusses, Landtagsabgeordnete sowie Vertreterinnen und Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen, der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen sowie der Ärztekammer Niedersachsen. Viele Klinikmitarbeiter arbeiteten bereits an der Grenze der Belastbarkeit", stellte Staatssekretär Röhmann fest. Aus Sicht des Landes müsse es darum gehen, die Krankenhausstrukturen zu reformieren sowie die strikte Trennung zwischen ambulanter, stationärer und pflegerischer Versorgung aufzulösen, erklärte Staatssekretär Röhmann.

Die Beteiligten dieser ersten Regionalkonferenz verständigten sich darauf, dass weitere Gespräche zur Krankenhausstruktur im Landkreis Hildesheim folgen sollen und die Zusammenarbeit intensiviert wird. Ziel der Landesregierung ist laut Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt die Sicherstellung einer wohnortnahen, qualitativ hochwertigen und zukunftsfesten medizinischen Versorgung. Mit Blick auf die Regionalgespräche sagt sie, regionale Lösungen müssten auch regional entwickelt werden.

 





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