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Steffens: Entstehung von „Krankenhauskeimen" an der Quelle bekämpfen

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens unterstützt die Forderung des Berufsverbands der Deutschen Chirurgen nach weiteren Maßnahmen des Bundes zur Vermeidung der Entstehung und Verbreitung von multiresistenten Keimen. „Wir müssen an die Entstehungsquellen ran, und dazu brauchen wir bundesgesetzliche Maßnahmen", erklärte sie. „Der verschwenderische und medizinisch nicht erforderliche Einsatz von Antibiotika ist eine der Hauptursachen für die Zunahme von multiresistenten Keimen. Rund 1700 Tonnen Antibiotika werden allein in der Tiermast eingesetzt, mehr als doppelt so viel wie beim Menschen. Hierin liegt eines der großen Probleme", so Steffens weiter.

Aber auch in Krankenhäusern und Arztpraxen würden teilweise noch immer zu leichtfertig Antibiotika verordnet und angewandt. „Dort, wo es nicht ohne geht, sehen Expertinnen und Experten noch ein deutliches Einsparpotenzial bei den verabreichten Mengen und Verbesserungspotenzial bei der Zielgenauigkeit in der Anwendung", betont die Ministerin.

Ergänzend zu den bundesgesetzlichen Vorschriften zur Hygiene und Infektionsprävention in Krankenhäusern hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium in den vergangenen Jahren eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen zur Vermeidung von Hygienemängeln in Krankenhäusern und der Verbesserung des Schutzes der Menschen vor Krankheitserregern auf den Weg gebracht. Dazu gehörte, dass sich in einer gemeinsamen Entschließung zur Reduzierung so genannter Krankenhausinfektionen Akteure des Gesundheitswesens in Nordrhein-Westfalen Ende 2011 auf ein umfangreiches, übergreifendes Handlungskonzept verständigt hätten. Es beinhalte gezielte Hygienemaßnahmen, wie die vermehrte Teilnahme an der "Aktion saubere Hände", Aus-, Fort- und Weiterbildung des medizinischen Personals sowie eine verbesserte Information der Bevölkerung über einen sinnvollen Antibiotikaeinsatz. Regelmäßig frage das Landeszentrum Gesundheit (LZG) im Auftrag des NRW-Gesundheitsministeriums alle Krankenhäuser zu ihren Aktivitäten zur Vermeidung und Verringerung von Infektionen durch multiresistente Keime ab. Es gebe Flächen deckend MRE/MRSA-Netzwerke, in denen Krankenhäuser, Arztpraxen, andere medizinischen Einrichtungen sowie Pflegeeinrichtungen regelmäßig Informationen austauschten und sich gemeinsam fortbildeten.





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