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Universitätsmedizin unter massivem Druck

Berlin. Die Expertengruppe Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung hat ihr Gutachten zur Zukunft der Universitätsmedizin veröffentlicht. Es bestätige, dass ohne Reformen massive Nachteile im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe in der Medizin drohten, so eine Schlussfolgerung von Prof. Heyo Kroemer, Präsident des Medizinischen Fakultätentages. Die Zukunft der Universitätsmedizin in Deutschland gehöre daher ganz oben auf die politische Agenda.
Das Gutachten zeige, dass die Universitätsmedizin heute von zwei Seiten unter massiven finanziellen Druck stehe. Die Grundfinanzierung von Forschung und Lehre stagniere seit über einem Jahrzehnt. Hinzu kämen Rekorddefizite in der Patientenversorgung, weil die Sonderrolle der Universitätsklinika im Gesundheitssystem nicht anerkannt werde.


Zwei Maßnahmen seien überfällig, so Kroemer: Der Bund müsse direkt in die Finanzierung von Forschung und Lehre einsteigen und die Krankenversicherung müsse die Sonderrolle der Universitätsmedizin für das Gesundheitssystem berücksichtigen. Dafür fordere man einen Systemzuschlag als ergänzenden Finanzierungsbaustein.
Im vergangenen Jahr hätten die Uniklinika kollektiv über 260 Mio. Euro Verlust geschrieben. Es bestehe an allen Standorten ein enormer Investitionsstau. Hier müssten Bund und Länder eine gemeinsame Lösung finden.





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