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Wartezeiten: Eckpunktepapier vorgestellt

Berlin. Berufsverbände und Fachgesellschaften haben ein Eckpunktepapier zu Wartezeiten auf Facharzttermine bei psychischen und neurologischen Erkrankungen vorgestellt. Wartezeiten auf einen Behandlungstermin beim Facharzt könnten für Patienten – gerade bei akuten psychischen und neurologischen Erkrankungen – schwerwiegende Folgen haben. In vielen Fällen müsse die Abklärung deshalb sogar noch viel rascher erfolgen als in der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Vier-Wochen-Frist. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) und Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) haben daher Konzepte für eine zeitnahe, adäquate fachärztliche Behandlung erarbeitet.


In den vergangenen Jahren sei es für Menschen mit psychischen Erkrankungen immer schwieriger geworden, rasch einen Termin in einer Facharztpraxis zu erhalten. Gerade in der ambulanten Versorgung sei die Angebotsstruktur dem sich verändernden und steigenden Bedarf bislang nicht gerecht geworden. Das von der ärztlichen Selbstverwaltung vorgegebene starre Vergütungssystem habe zu einem Abbau der psychiatrischen Behandlungskapazitäten geführt.
Dass eine zeitnahe und wirksame Verbesserung der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung möglich sei, zeige das Eckpunktepapier. Wartezeiten ließen sich für Patienten weder durch eine alleinige personelle Aufstockung der Leistungsanbieter noch durch zentrale Koordinationsstellen verkürzen. Vielmehr brauche es eine besser abgestimmte Vernetzung der vorhanden ambulanten und stationären Versorgungsangebote im Sinne sektorenübergreifender Versorgungspfade und vor allem eine sachgerechte Vergütung der gerade für psychisch erkrankte Menschen so wichtigen Gesprächsleistungen in der ambulanten Versorgung.





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