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Krankenhäuser sehen in IT mehr als einen Kostentreiber

Frankfurt am Main. Für Krankenhäuser in Deutschland ist die IT mehr als ein reiner Kostenfaktor. Im Vordergrund stehen eine bessere interne Kommunikation und eine effizientere Verwaltung. Das ist eines der Ergebnisse einer von Dell initiierten Umfrage in deutschen Kliniken. Hemmnis für den IT-Einsatz ist der Umfrage zufolge vor allem fehlendes Fachpersonal. Generell wird eine große Bereitschaft des Klinikpersonals zur Verwendung neuer Technologien konstatiert.

Dell hat gemeinsam mit der Healthcare Information and Management Systems Society (HIMSS) eine Umfrage unter deutschen Akutkrankenhäusern zum Thema "Nutzen von Informationssystemen im Krankenhaus" durchgeführt; an der Studie nahmen die IT-Abteilungen von 61 Kliniken unterschiedlicher Größe teil.

Generell wurde der Nutzen von Krankenhaus-IT als wichtiger erachtet als ihre Kosten. Der Ansicht, dass die IT vor allem hohe Kosten verursacht, schliossen sich nur 36 % der befragten Kliniken an. Allerdings gelte: Je kleiner das jeweilige IT-Budget, desto eher werde die IT als Kostentreiber betrachtet.

Den Nutzen der IT sahen die Befragten vor allem im besseren Informationsaustausch zwischen den Abteilungen (84 %), in einer höheren Effizienz der Verwaltung (79 %), in einer qualitativ besseren Patientenversorgung (49 %) und in der besseren Kommunikation mit anderen Einrichtungen (35 %). Kosteneinsparungen wurden dagegen nur von 26 % genannt – die Klinik-IT unterscheidet also zwischen Effizienz und Kostensenkung. Überraschend: Nur 7 % sahen eine wichtige Rolle der IT beim Thema Patienteneinbindung und –beteiligung.

Mit der IT-Ausstattung ihrer Krankenhäuser waren die IT-Abteilungen insgesamt mehr als zufrieden. 82 % erachteten diese der HIMSS-Studie zufolge sogar als "sehr fortschrittlich". Dennoch wurden Hindernisse beim Einsatz der IT im Krankenhaus festgestellt. Fehlendes Personal für eine optimale Umsetzung von IT-Projekten nannten 57 % der Befragten; 49 % verwiesen auf unzureichende finanzielle Mittel. Vor allem größere Häuser konstatierten außerdem mangelnde Interoperabilität und proprietäre Standards als Hemmnisse. "Soft"-Faktoren spielten dagegen bei den Hürden für die Nutzung der IT meist keine Rolle: Nur 36 % verwiesen auf eine fehlende Bereitschaft des Klinikpersonals, neue Technologien zu verwenden, und nur knapp 20 % auf eine mangelnde Unterstützung durch die Krankenhausleitung. In der Regel ziehen also Management, Mitarbeiter und IT durchaus an einem Strang.

Auf der IT-Agenda für die nächsten zwölf Monate steht die Datensicherheit ganz oben: 61 % der Befragten sahen hier ein wichtiges Thema für die Krankenhäuser. An zweiter Stelle wurde mit 59 % die elektronische Patientenakte (ePA) genannt. Den Ausbau von Hardware und Infrastruktur erachteten 49 % als relevantes Thema, mobile Lösungen und Technologien schätzten 36 % als wichtig ein. Ein relativ geringes Gewicht haben für die Krankenhaus-IT jedoch typische "Hype"-Themen der IT-Welt wie Big Data (13 %) und Cloud Computing (11 %); auch Outsouring von IT-Dienstleistung spielt keine große Rolle: Nur 10 % erachten das als wichtig.

Die längerfristigen Vorhaben (ein bis drei Jahre) sehen überraschenderweise anders aus: Hier wurde vor allem der Ausbau der digitalen Entscheidungsunterstützung genannt (49 %, kurzfristig nur 30 %), sowie die Etablierung von Online-Plattformen (39 %), die Verbesserung der Interoperabilität (38 %) und mobile Lösungen (36 %). Das Thema Datensicherheit will die Klinik-IT offenbar zügig erledigen: Nur noch 26 % halten es für langfristig "besonders wichtig" (gegenüber kurzfristig 61 %).

Die Studie von Dell und HIMSS wurde auf dem mHealth Summit (www.mhealthsummit.eu) vorgestellt, der parallel zu Messe conhIT vom 6. bis 8. Mai in Berlin stattfand; außerdem im Rahmen der Veranstaltungsreihe HIMSS.live (http://himsslive.eu). Der Download der Studie ist möglich unter: www.dell.de/gesundheitswesen.





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