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Universitäts-Protonen-Therapie in Dresden eröffnet

Dresden. Techniker verschiedener Unternehmen haben die komplette Protonen-Behandlungseinheit im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden termingerecht fertiggestellt: Der Behandlungsraum für krebskranke Patienten, zu dem neben einem beweglichen Strahlaustritt (Gantry und Nozzle) auch die Steuereinheit, eine robotergesteuerte Therapieliege sowie ein Computertomograph zur Präzisionskontrolle gehören, ist voll funktionsfähig. Für die kommenden Monate steht die behördliche Abnahme der Anlage auf dem Programm, bevor voraussichtlich noch im Herbst dieses Jahres der erste Patient behandelt werden kann.


Von der Funktionsfähigkeit der Anlage überzeugten sich am 22. August Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka und der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Beide verkündeten zu diesem Termin, dass ein aus der Medizinischen Fakultät und dem Universitätsklinikum der TU Dresden sowie dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf formiertes Konsortium eine langfristige Förderung von jährlich 13,5 Millionen Euro erhält, um die patientennahe Krebsforschung in enger Zusammenarbeit mit Heidelberg zu intensivieren. Damit wird in Dresden der Partnerstandort des in Heidelberg bereits ansässigen „Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen“ (NCT) aufgebaut.
Vorgesehen ist eine jährlich steigende Förderung der patientenorientierten Forschung zur individualisierten Präzisionsonkologie. Hierdurch soll erreicht werden, dass zukünftig auf Basis von klinischen, bildgebenden und molekularen Daten zielgerichtet für den einzelnen Patienten eine maßgeschneiderte Therapie angeboten werden kann. Trotz beeindruckender Fortschritte in der Krebsmedizin besteht noch eine große Lücke zwischen technologischen Neuerungen sowie dem sich rapide entwickelnden biologischen Verständnis von Krebserkrankungen und der Wirksamkeit heutiger Behandlungen. Bereits in den letzten Jahren bestand eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen Heidelberg und Dresden in mehreren Bereichen der Krebsforschung, die zukünftig erheblich ausgebaut wird.
Der sächsische Fokus liegt dabei insbesondere auf der Weiterentwicklung individualisierter Behandlungsverfahren lokalisierter Tumoren und der Bildgebung zur Diagnostik und Kontrolle von Tumorerkrankungen, einschließlich technologischer Neuentwicklungen. Dieses standortübergreifende Zukunftsprojekt zwischen Heidelberg und Dresden wird einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung einer internationalen Spitzenposition Deutschlands in der Krebsforschung und Krebsmedizin leisten. 
Um den vielfältigen Belangen der Krankenversorgung in den Studien umfassend Rechnung zu tragen, werden die Aktivitäten rund um die Protonentherapie unter dem Dach der neu gegründeten „Universitäts Protonen Therapie Dresden“ (UPTD) in der Klinik für Strahlentherapie und dem OncoRay-Zentrum gebündelt. Im Mittelpunkt der Arbeit der UPTD steht die medizinische Evaluierung dieser vielversprechenden Behandlungsform.





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