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Qualitätsreport 2013 veröffentlicht

Berlin. Das Aqua-Institut hat seinen Qualitätsreport 2013 veröffentlicht. Von 1.557 Krankenhäusern waren Qualitätsdaten in 30 wesentlichen Leistungsbereichen erhoben worden. In 96 Prozent der Fälle wurde das Qualitätsniveau des Vorjahres gehalten oder verbessert.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht die Ergebnisse als Beleg dafür, dass "Qualität eine Kernkompetenz der Krankenhäuser“ ist. Der Report belege erneut, dass in keinem anderen Bereich des Gesundheitswesens Qualität so umfassend kontrolliert und bewertet werde wie in den Kliniken, so DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. 


Er hob vor allem die nochmaligen Verbesserungen bei der Indikationsstellung für Erstimplantationen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken hervor. „Damit gilt die große Sorgfalt bei der Entscheidung zur Operation und die medizinische Notwendigkeit als belegt“, stellt Baum fest. Der Bericht mache auch deutlich, dass bei der Knie-Endoprothetik eine Abnahme um über 6.000 Fälle gegenüber dem Vorjahr stattgefunden habe. Bei der Hüft-Endoprothetik sei die Anzahl der Ersteingriffe in etwa gleich geblieben. 40 Prozent der Hüftendoprothesen entfielen auf Oberschenkelhalsfrakturen, auf die die Krankenhäuser keinen Einfluss hätten. Hier habe der Anteil der über 80-jährigen Patienten, die nach einem Oberschenkelhalsbruch versorgt werden müssten, deutlich zugenommen. „Behauptungen, die Krankenhäuser würden bei diesen Eingriffen die Menge ungerechtfertigt ausweiten, sind mit diesen Fakten erneut widerlegt“, so Baum. Auch sei die Rate von Wundinfektionen in den letzten Jahren trotz der Zunahme antibiotikaresistenter Keime nicht angestiegen und liege im internationalen Vergleich.
Baum verwies darauf, dass erstmalig auch Routinedaten aus der Abrechnung bei den Krankenkassen zur Erfassung der Pflegequalität (Dekubitus) angewendet worden sind. Damit sei ein neuer Weg beschritten worden, der nicht nur die Dokumentationslast der Krankenhäuser senke, sondern auch zu einer Vollerhebung aller Patienten über 20 Jahre geführt habe. Die Nutzung von Routinedaten würde auch in anderen Bereichen angestrebt.
Nach Abschluss des Strukturierten Dialoges verblieben für das Jahr 2013 aus den 3.200.000 Datensätzen rund 1.800 Auffälligkeiten, dies entspreche 0,06 Prozent. In diesen Fällen seien Besprechungen, Begehungen vor Ort oder Zielvereinbarungen mit den betroffenen Kliniken durchgeführt worden. Baum: „Diese geringe Anzahl tatsächlich qualitativer Auffälligkeiten zeigt, dass für die Einführung einer hochgradig streitbehafteten qualitätsorientieren Vergütung überhaupt kein Bedarf besteht.“
Der Krankenhaus-Qualitätsreport 2013 unter (www.aqua-institut.de).





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