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Kinderchirurgen fordern bessere Versorgung

Berlin. Die Zahl kinderchirurgischer Stationen in Deutschland ist seit dem Jahr 1994 von 101 auf 81 im Jahr 2012 gesunken. Ein Grund dafür sei, dass die Vergütungsstrukturen im Krankenhauswesen kindgerechte Medizin wirtschaftlich benachteiligten, mahnen die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V. (DGKCH) und die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD).
Eine hochwertige, flächendeckende kinderchirurgische Versorgung – und damit auch Ausbildung des Nachwuchses – könne in Deutschland nach aktuellem Stand nicht mehr gewährleistet werden, erklärt die DGKCH im Vorfeld des Tages des Kinderkrankenhauses. Dabei gehöre die Behandlung durch Spezialisten der Kindermedizin zu den Grundrechten von Kindern.


Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2013 fast ein Viertel der Säuglinge, ein Drittel der Kleinkinder, jedes zweite Schulkind und zwei Drittel der Jugendlichen bis 15 Jahre von nicht speziell für Kinder ausgebildeten Erwachsenenchirurgen behandelt.
Ein Großteil der deutschen Kliniken betreibt keine Abteilung für Kinderchirurgie. Damit sei eine flächendeckende spezialisierte Behandlung nicht möglich. Zudem fehle es dadurch auch an Ausbildungsstätten für junge Ärzte. An vielen Standorten sei eine kinderchirurgische Abteilung nicht finanzierbar, erklärt Professor Dr. med. Stuart Hosie, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie am Städtischen Klinikum München.





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