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Neue Isolierstation

Eisenhüttenstadt. Eingeweiht wurde am Städtischen Krankenhaus in Eisenhüttenstadt ein Neubau für die Behandlung von Infektionskrankheiten. Die Baumaßnahme war vom Gesundheitsministerium mit 3,5 Millionen Euro aus Bundesmitteln für die Flüchtlingshilfe gefördert worden.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze sagte: „Mit der Isolierstation wird die medizinische Versorgung in der Region deutlich verbessert. Denn von dem neuen Angebot in der Nähe der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes profitieren nicht nur ankommende Asylsuchende, die im Fall von Masern- oder Tuberkulose-Erkrankungen jetzt noch schneller behandelt werden können, sondern ausdrücklich auch die einheimische Bevölkerung. Die Statistik zeigt, dass bei uns seltene Infektionskrankheiten – wie beispielsweise Malaria oder Denguefieber – zum Beispiel aus dem Urlaub in beliebten Reiseländern mit nach Hause gebracht werden.“


Die Station ist nach den neusten Standards eingerichtet und hat 30 Isolierbetten. Das Gebäude hat eine eigene Be- und Entlüftung, vor den Zimmern befinden sich sogenannte Vorschleusen. Der Neubau ist in zwei Teile gegliedert: In einem können bis zu 20 Patienten in sechs Einzelbettzimmern und sieben Zweitbettzimmern versorgt werden, der andere Teil hat zwei großzügig gestaltete Familienzimmer mit jeweils zwei Betten sowie zwei Einzel- und zwei Zweibettzimmer.
Die Isolierstation soll vorrangig für die Versorgung von Tuberkuloseerkrankten genutzt werden. Aber auch andere Infektionskrankheiten wie Masern und Windpocken können hier schnell und sicher behandelt werden. Hochgefährliche ansteckende Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Ebola oder Pest, die zur höchsten Biostoff-Risikostufe 4 gehören, werden in Eisenhüttenstadt dagegen nicht behandelt. Dafür gibt es in Deutschland ein Netzwerk von hochspezialisierten Behandlungszentren, zu dem u.a. die Charité – Universitätsmedizin Berlin gehört.
Seit dem Jahr 2015 führt das Städtische Krankenhaus Eisenhüttenstadt im Auftrag des Landes Brandenburg in der Zentralen Erstaufnahme die gesetzlich vorgeschriebene Erstuntersuchung bei allen ankommenden Asylsuchenden durch.





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