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Stationen auf der Kippe – und niemand entscheidet

Haldensleben. Im Ameos-Krankenhaus in Haldensleben stehen die Gynäkologie- und Geburtenstation sowie die Kinderstation auf der Kippe, vermeldet der MDR. Land und Betreiber würden eine endgültige Entscheidung scheuen. Börde-Landrat Hans Walker habe erklärt, was in dem Krankenhaus passiere „erfüllt uns mit großer Sorge“.
Nach der vier Jahre zuvor erfolgten Schließung der Geburtenstation in Neindorf würde die Börde mit der Schließung der Stationen in Haldensleben die letzte Einrichtung dieser Art verlieren. Zwar wünsche sich der Kreis medizinische Leistungen im vollen Umfang in der Grundversorgung, habe aber keinen direkten Einfluss. Der Landkreis habe nur ein Vetorecht, wenn Stationen ungerechtfertigt geschlossen würden. Der Landrat habe auf den Betreiber und das Sozialministerium verwiesen.


Im aktuellen Krankenhausplan sind die Stationen als unter Beobachtung stehend ausgewiesen, da sie nicht kostendeckend arbeiten. Laut Bericht des MDR verweist das Ministerium bezüglich einer endgültigen Entscheidung aber wiederum auf den Kreis und den Betreiber.
Ameos habe schon Konsequenzen gezogen, die Geburtenstation abgemeldet, aber nicht komplett geschlossen. In den anderen Bereichen gebe es teilweise nur noch Sprechstunden, wie ein Unternehmenssprecher dem MDR berichtet habe. Der Rettungsdienst sei informiert und fahre bei solchen Notfällen andere Krankenhäuser an. Diesen Weg würden nun auch schon viele Patienten nehmen.
Ameos verweise auf seinen Versorgungsauftrag. Der Unternehmenssprecher habe betont, dass das Unternehmen die Station von sich aus gar nicht schließen dürfen, die Entscheidung liege beim Land.





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