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Mehr tun gegen Lieferengpässe bei Arzneimitteln

Berlin. Lieferengpässen bei wichtigen Medikamenten gibt es seit etlichen Jahren. Derzeit wird darüber wieder erneut berichtet. Dr. Susanne Johna, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer, erklärte dazu: 
"Wenn wir die Versorgung mit überlebenswichtigen Medikamenten wie Antibiotika oder Krebsmitteln sicherstellen wollen, brauchen wir ein verpflichtendes Register und spürbare Sanktionen bei Nichtmeldung.

Es reicht nicht aus, dass Pharmaunternehmen Lieferengpässe auf freiwilliger Basis melden. Das spiegelt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Engpässe wieder. Es müssen auch bereits drohende Versorgungsengpässe gemeldet werden.“ 

Selbstverständlich müssten für Medikamente auch faire Preise bezahlt werden, so Dr. Johna. Rabattverträge dürften das Preisniveau nicht so tief drücken, dass sich die Produktion nicht mehr lohne oder sich auf wenige Hersteller in China oder Indien konzentriere. Zusätzlich bestehe die Gefahr, dass Medikamente aus der Lieferkette hinaus ins Ausland exportiert würden. 

Dr. Johna: „Und schließlich brauchen die zuständigen Behörden mehr Kompetenzen. Sie müssen die Möglichkeit erhalten, Pharmaunternehmen und Großhändlern Maßnahmen vorzuschreiben, die die Verfügbarkeit wichtiger Medikamente sicherstellen. Dazu gehört auch der Aufbau von strategischen Reserven von zu definierenden wichtigen Medikamenten."





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