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Unikliniken an ihrer Grenze

Stuttgart. Die vier Universitätskliniken in Baden-Württemberg stoßen beim Spagat zwischen Auftrag und Wirtschaftlichkeit zunehmend an ihre Grenzen: Das hat die Landesregierung laut Badischer Zeitung in der Antwort auf eine Parlamentsanfrage der Grünen zur Lage der Hochschulmedizin mitgeteilt. So seien zwischen 2009 und 2015 die Jahresergebnisse in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm von zusammen 24,3 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro gefallen. Mit Ausnahme Freiburgs seien die einzelnen Klinika in zeitweise auch in die roten Zahlen gekommen.



Dass dennoch alle Häuser 2015 ausgeglichene Resultate auswiesen, sei nur durch erhebliche Effizienzsteigerungen in den letzten Jahren möglich gewesen. Nun kämen sie allerdings zunehmend an ihre Grenzen, habe Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) geschrieben. Das gesteigerte Pensum führe immer wieder zu Überlastungsanzeigen. Zwar sei bisher in der Regel die Patientenversorgung nicht beeinträchtigt gewesen, doch es sei angesichts der Entwicklung der Krankenhausfinanzierung und der Belastung der Klinika durch selbst getätigte Eigeninvestitionen auch mittelfristig keine wesentliche Erholung zu erwarten.
Vor allem sehe man in Stuttgart aber den Bund in der Pflicht, Die Erstattung der Krankenhausleistungen bleibe seit Jahren hinter den allgemeinen Tarif- und Sachkostensteigerungen zurück, so Bauer. Das geltende Vergütungssystem erfasse die spezielle Situation der Universitätsklinika nur unzureichend.






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