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Mehr Hebammen für Brandenburg

Eberswalde/Potsdam. Eine staatlich anerkannte Schule für Hebammen und Entbindungspfleger wurde am Campus Eberswalde der Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V. eröffnet. Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt betonte u.a., die neue Ausbildungsstätte werde dringend gebraucht.

Die aktuelle Fachkräfteanalyse der Bundesagentur für Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass bundesweit ein Fachkräftemangel in der Geburtshilfe zu verzeichnen ist. Das trifft auch auf Brandenburg zu. Nach dem Einbruch der Geburtenzahlen in der Nachwendezeit und der Talsohle im Jahr 2006 steigen die Geburtenzahlen hier wieder. Das Jahr 2014 war mit 19399 Geburten ein Rekordjahr für Brandenburg.

Die Landesgleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe betonte: „Nach Auskunft des Brandenburger Hebammenverbandes stehen viele Hebammen kurz vor dem Ruhestand. Gleichzeitig aber steigen die Geburtenzahlen in der Mark. Wir brauchen also gut ausgebildete Hebammen.“

Hartwig-Tiedt verwies darauf, dass bis 2020 die Hebammenausbildung der EU-Anerkennungsrichtlinie entsprechen muss. Das bedeute, dass die Zugangsvoraussetzungen für die Hebammenausbildung auf 12 Schuljahre angehoben und die Ausbildung somit langfristig akademisiert werde. Eine solche Umstellung werde weitreichende Konsequenzen für die Ausbildungslandschaft auch in Brandenburg haben. Bisher habe der Bundesgesetzgeber allerdings noch keinen Gesetzentwurf vorgelegt. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass es Lösungen gibt, die die bisherigen Ausbildungen berücksichtigen und für die Zukunft mit einbeziehen.“

An der Schule für Hebammen und Entbindungspfleger am Campus Eberswalde der Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V. wurden insgesamt 45 Ausbildungsplätze geschaffen. Der Schulbetrieb für zunächst 15 Auszubildende begann am 1. November. In den Jahren 2018 und 2019 beginnen jeweils weitere 15 Auszubildende ihre staatlich anerkannte Ausbildung, die drei Jahre dauert.





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