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Könnte NRW aus dem Verteilsystem für Organe ausgeschlossen werden?

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Organspenden weiter abgesunken. Wie RP-Online berichtete, droht dem Bundesland bei einem weiteren Rückgang der Ausschluss aus dem Verteilsystem für Organe. Die Landesregierung sehe die gesamte Transplantationsmedizin in Gefahr. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) habe erklärt, es sei "fünf vor zwölf für die Transplantationsmedizin".

Im vergangenen Jahr habe es laut Laumann landesweit 146 Organspender gegeben - ein Tiefstand in den vergangenen 20 Jahren. 2009 spendeten noch 259 Menschen ihre Organe nach dem Hirntod. 

Mit 8,2 Organspendern pro eine Million Einwohner belegt NRW den letzten Platz der sieben Organspende-Regionen in Deutschland. Bundesweit gibt es 9,7 Organspender pro eine Million Einwohner.

Als Gründe für den Rückgang habe Laumann die "Negativ-Schlagzeilen" über Betrügereien bei Transplantations-Wartelisten genannt. In den Kliniken würden zudem nicht alle potenziellen Organspender erkannt. Krankenhäuser würden auch häufiger intensivmedizinische Maßnahmen vorzeitig abbrechen, ohne mit den Angehörigen über die Möglichkeit einer Organspende zu sprechen. Der Minister habe sich dafür ausgesprochen, die Stellung des Transplantations-Beauftragten in den Kliniken gesetzlich zu stärken. Es komme aber auch entscheidend auf die Klinikleitungen an.

„Die Konkretisierung der bestehenden Freistellungregelung der Transplantationsbeauftragten in unseren Krankenhäusern sehen wir – analog der ‚bayerischen Lösung‘ – mit als eine sinnvolle Möglichkeit an, die Rahmenbedingungen für mehr Organspenden in NRW zu verbessern. Die Details der Umsetzung und der Refinanzierung der Stellen sollten schnellstmöglich mit den Verantwortlichen in Land und Bund geklärt werden“, sagt Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen.





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