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VDEK kündigt Versorgungsvertrag

Hannover/Clausthal-Zellerfeld. Die Krankenkassen haben den Versorgungsvertrag mit der Asklepios-Klinik in Clausthal-Zellerfeld gekündigt. Dagegen will das niedersächsische Sozialministerium Widerspruch einlegen. Das berichtete der NDR. Das Land halte die Kündigung des Versorgungsauftrages für nicht gerechtfertigt, habe das Ministerium auf eine Anfrage des Senders geantwortet. Damit scheine es so, dass der Streit um die Zukunft der Klinik vor Gericht landen werde. Das zumindest habe der Sprecher des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK) in Aussicht gestellt, falls das Land der Kündigung im Wege stehe.

Der VDEK habe die Kündigung damit begründet, dass die Kassen die Patientensicherheit in Gefahr sähen. Die Klinik in Clausthal-Zellerfeld bestehe im Grunde nur noch aus einer Abteilung für die Behandlung älterer Patienten. Diese würden zumeist aus der Aklepios-Klinik Goslar dorthin verlegt. Im Falle von Komplikationen in Clausthal-Zellerfeld würden die meist hochbetagten Patienten wieder nach Goslar verlegt werden müssen. Das ganze Konzept mache keinen Sinn, habe VDEK-Sprecher Hanno Kummer gegenüber dem NDR gesagt.

Das Sozialministerium habe dagegen erklärt, nur auf die stationäre Versorgung abzuzielen, greife zu kurz. Auch die topografische Lage des Krankenhauses, die universitäre Infrastruktur sowie die wichtige Funktion des Krankenhaues auch für die Sicherstellung einer ambulanten Versorgung in Clausthal-Zellerfeld müssten einbezogen werden. Zudem seien gerade im Winter andere Krankenhäuser nicht innerhalb von rund 30 Minuten Fahrtzeit zu erreichen. Laut dem VDEK werden Notfälle in Clausthal-Zellerfeld aber ohnehin nicht mehr behandelt.

Inzwischen wurde auch bekannt, dass in der Asklepios-Klinik in Seesen 11 von 19 Ärzten der Klinik für Innere Medizin gekündigt haben.

Hierzu hat laut NDR Asklepios-Sprecher Nehmzow mitgeteilt, dass einige der Ärzte möglicherweise kündigten, nachdem bekannt wurde, dass der Chefarzt zum 31. März das Unternehmen verlasse. "Dass Mitarbeiter mitgehen, wenn ihr Chef eine neue berufliche Perspektive sucht, ist auf dem Arbeitsmarkt nicht unüblich", wird Nehmzow zititert. Andere hätten aus persönlichen Gründen gekündigt, die nichts mit der Klinik zu tun hätten und die teils schon länger vorlägen. Sollte es zu Ärzte-engpässen kommen, so der Asklepios-Sprecher, müssten weniger Patienten aufgenommen werden.





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