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Ärztetag stimmt für Lockerung des Fernbehandlungsverbots

Erfurt. Mit großer Mehrheit hat sich der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt für eine erhebliche Lockerung des Fernbehandlungsverbots ausgesprochen. Jetzt ruht die Hoffnung auf den Landesärztekammern, dass auch sie mitziehen.

Die neue Regelung findet in der Musterberufsordnung der Ärzte (MBO-Ä) künftig ihren Niederschlag. Sie legt fest, dass Ärzte "im Einzelfall" auch ihnen noch unbekannte Patienten ausschließlich über Kommunikationsmedien beraten oder behandeln dürfen, wenn dies "ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt" gewahrt wird.
Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Frank Ulrich Montgomery erklärte, entscheidend sei hier die Verantwortung des Arztes und, dass es richtig dokumentiert werde. Die Sorgen und Ängste der Ärzte, die sich in der Debatte am Mittwoch zeigten, nimmt die BÄK dabei sehr wohl ernst.
Abgelehnt wurde von den Delegierten des Ärztetages aber die Krankschreibung per Telefon oder Videokonferenz bei unbekannten Patienten sowie Verordnungen ausschließlich im Rahmen von Fernbehandlung.
Die Landesärztekammern sind nun am Zuge, die Lockerung ebenfalls zu übernehmen. Die Länderkammern in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein hatten das Fernbehandlungsverbot bereits gelockert.





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