SKIP TO CONTENT

Nachricht

HKG fordert Auflösung von politischen Zielkonflikten

Hamburg. Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG) fordert den Senat und die Bundesregierung auf, die Krankenhäuser auf ihrem Weg in die Digitalisierung deutlich stärker zu unterstützen. „Es reicht nicht aus, Digitalisierung im Koalitionsvertrag als eine der wichtigsten Herausforderungen der neuen Bundesregierung auszurufen. Digitalisierung kann nur funktionieren, wenn dem begleitenden Umbau der Prozesse finanzielle und gestalterische Freiheit eingeräumt wird.“

Innovationen würden derzeit durch ein bürokratielastiges und stark vergangenheitsbezogenes Krankenhausbild der Politik unmöglich gemacht, so die HKG. Zahllose Strukturvorgaben würden die Krankenhäuser zwingen, viele innovative und sinnvolle Lösungen der letzten Jahre rückgängig zu machen. Man könne nicht auf der einen Seite Digitalisierung wollen und gleichzeitig den Krankenhäusern Strukturen aus dem 20. Jahrhundert verordnen, erklärte der erste Vorsitzende der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft (HKG), Joachim Gemmel, anlässlich des diesjährigen Krankenhaustages, bei dem das Thema im Mittelpunkt stand.

Andere Länder wie Dänemark oder Holland hätten Deutschland beim Thema Digitalisierung längst abgehängt. Überfällig sei der weitere Ausbau digitaler Infrastruktur in den Krankenhäusern selbst, aber auch die flächendeckende Vernetzung stationärer und ambulanter Einrichtungen. Auch die IT-Sicherheit spiele eine wachsende Rolle, wie kriminelle Cyber-Angriffe auf Krankenhäuser gezeigt hätten. „Die Krankenhäuser setzen weiterhin alles daran, ihre Arbeitsabläufe auch durch Digitalisierung effizienter und damit wirtschaftlicher zu machen. Das größte Hemmnis in der Umsetzung liegt neben den erforderlichen Investitionen vor allem in der gesetzlich verordneten Flut von Strukturvorgaben, die den Krankenhäusern Bürokratie aufbürden und Strukturen auf dem Stand des letzten Jahrhunderts fordern.“, kritisierte Gemmel. Hier müsse ein politischer Zielkonflikt dringend beseitigt werden. Außerdem sollte der Bund den Ländern mit einem Sonderprogramm Digitalisierung unter die Arme greifen.





SKIP TO TOP
Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie weiter surfen akzeptieren Sie die Verwendung. Mehr Informationen