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NRW-Kliniken: Mangelnde Investitionen gefährden Patientenversorgung

Düsseldorf. Zur 91. Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf forderte die Landeskrankenhausgesellschaft die Gesundheitsminister auf, endlich den Krankenhäusern ausreichende Investitionsmittel zur Verfügung zu stellen. KGNW-Geschäftsführer Matthias Blum: „Unsere Patienten und Mitarbeiter brauchen moderne Gebäude und Geräte, wenn wir weiterhin qualitativ hochwertig Patienten versorgen und unseren Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz bieten wollen.“

Bei der mangelnden Investitionsfinanzierung für die Krankenhäuser gebe es parteiübergreifend kein Erkenntnis-, sondern nur noch ein Handlungsdefizit. Selbst auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums sei ein Gutachten “Stand und Weiterentwicklung der Investitionsförderung im Krankenhausbereich“ veröffentlicht, welches eine jährliche Förderlücke von bundesweit 2,6 Milliarden Euro attestiere.

„Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat im Herbst 2017 mit einem zusätzlichen 250 Millionen Euro Paket einen ersten Schritt getan, aber dieses Jahr tritt man wieder auf der Stell“, so Blum. „Die NRW-Kliniken brauchen nicht über die gesamte schwarz-gelbe Legislaturperiode eine zusätzliche Milliarde Euro, sondern wie im Investitionsbarometer NRW vom RWI-Institut bestätigt, muss die Förderlücke von 1 Milliarde Euro jährlich geschlossen werden.“

Die Krankenhäuser seien Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für sein jüngst vorgelegtes Eckpunktepapier “Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege“ dankbar. Besonders die volle Refinanzierung jeder zusätzlichen Stelle und der Tarifsteigerungen in der Pflege sei ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Bundesregierung es ernst meine mit der Verbesserung der Personalausstattung in den Krankenhäusern. Jetzt müssten die Landesgesundheitsminister ihren Teil leisten.

Blum weiter: „In der täglichen Praxis zeigt sich, dass unsere Krankenhäuser und besonders die Funktionsräume (Operationssäle, Endoskopie, Zentralsterilisation) vor 30-40 Jahren nicht für die heutige Anzahl an Patienten und die aktuellen Anforderungen an Hygiene, Arbeits- und Brandschutz sowie IT-Sicherheit geplant wurden. Wir fahren diese Infrastruktur aktuell wie die Leverkusener Autobahnbrücke auf Verschleiß. Die Politik sollte aus den Versäumnissen bei der Verkehrspolitik lernen und die Gesundheitsinfrastruktur zügig modernisieren.“

Die Zukunftsfähigkeit der Krankenhäuser hänge zudem auch wesentlich von einer gelingenden Digitalisierung sowie dem Schutz vor Cyberangriffen ab. Dazu seien erhebliche Investitionen in die digitale Infrastruktur erforderlich. „Wir fordern deshalb ein mehrjähriges Sonderinvestitionsprogramm „Digitales Krankenhaus“ von jährlich 250 Millionen Euro und auf Bundesebene die Einführung eines Digitalisierungszuschlags von 2 Prozent auf die DRGs.“





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