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MKK legen siebten positiven Jahresabschluss in Folge vor

Mühlenkreis. Die Mühlenkreiskliniken haben das Geschäftsjahr 2017 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1,7 Millionen Euro abgeschlossen. Dies gab der Vorstandsvorsitzende, Dr. Olaf Bornemeier, während der traditionellen Jahrespressekonferenz bekannt. Damit haben die Mühlenkreiskliniken im siebten Jahr in Folge einen positiven Jahresabschluss vorgelegt. Auch für das laufende Jahr 2018 erwartet der Vorstand des kommunalen Klinikkonzerns einen positiven Jahresabschluss. 

Besondere Anstrengungen seien im Jahr 2017 in der Aus- und Fortbildung von Pflegekräften und allen übrigen Berufen in der Gesundheitsbranche unternommen worden. Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften und das neue Angebot des Medizinstudiums am Medizin Campus OWL seien essentiell wichtig, sagte Dr. Olaf Bornemeier. 

Die Zahl der stationären Patienten ist 2017 leicht auf 73.623 gesunken (Vorjahr 73.870). Der Umsatz (konsolidiert) stieg von 358 Millionen Euro (2016) auf 368 Millionen Euro im Jahr 2017. Dem gegenüber stehen Mehraufwendungen von 4,3 Millionen Euro für Material (insgesamt 93 Millionen Euro) sowie 11,8 Millionen Euro für Personal (insgesamt 225 Millionen Euro). Die erhöhten Personalkosten sind neben tariflichen Steigerungen auch auf einen Stellenaufbau zurückzuführen. Im Jahr 2017 waren im Durchschnitt 4633 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Mühlenkreiskliniken beschäftigt (Vorjahr 4484).  Auch bei der kaufmännisch relevanten Vollzeitkräftebetrachtung zeigt sich der Personalaufbau. In der Jahresdurchschnittsbetrachtung wurden 100 Vollzeitstellen neu geschaffen – davon etwa die Hälfte in der Pflege und dem medizinisch-technischen Dienst. Insgesamt ergibt sich ein Gewinn vor Steuern und Abschreibung (EBITDA) in Höhe von 15,4 Millionen Euro. Das Konzernergebnis beläuft sich auf 1,7 Millionen Euro.

Medizinisch haben sich die Mühlenkreiskliniken 2017 weiterentwickelt und neue Angebote etabliert. So wurde im Krankenhaus Bad Oeynhausen die Multimodale Schmerztherapie eingerichtet. Deutlich schneller kann das Labor der Mühlenkreiskliniken durch die sogenannte PCR-Diagnostik Erreger wie beispielsweise das Noro- oder Influenza-Virus oder auch Tuberkulose nachweisen. Weitere Höhepunkte waren die Zertifizierung des Krankenhauses Lübbecke-Rahden als „Babyfreundlich“, die Eröffnung der sanierten Intensivstation in Lübbecke, die Verleihung des MRE-Siegels sowie der Aufbau eines Reflux-Zentrums am Johannes Wesling Klinikum. Ein Meilenstein war die Gründung eines Instituts für Krankenhaushygiene.

Die Mühlenkreiskliniken haben 2017 ihre Investitionen mit 8,8 Millionen Euro auf hohem Niveau fortgeführt. Davon wurden 1,4 Millionen Euro aus Eigenmitteln bestritten. Größte Investition war die Neugestaltung der Intensivstation am Standort Lübbecke (Gesamtprojekt 2,2 Millionen Euro). Der Schuldenstand des Konzerns stieg leicht von 164 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 164,6 Millionen Euro im Jahr 2017.  

Auch für 2018 erwartet der Vorstand ein positives Ergebnis. Allerdings sieht der Vorstandsvorsitzende auch Gefahren: „Die Zeiten für die Mühlenkreiskliniken sind unsicherer geworden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, aber auch die Marktbedingungen, ändern sich fast monatlich. Wir werden versuchen, bedarfsgerecht und schnell zu reagieren“, so Dr. Bornemeier. Beispiele seien die geplanten Personaluntergrenzen, zunehmende Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln und anderen Medizinprodukten sowie der Fachkräftemangel. Als problematisch stuft die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Kristin Drechsler auch die stetig steigenden Beanstandungen der Krankenkassen bei der Abrechnung ein. Mittlerweile beträgt die Forderung der Mühlenkreiskliniken gegenüber den Krankenkassen mehr als 32 Millionen Euro. Fast jede fünfte Rechnung wurde 2017 von den Krankenkassen in Zweifel gezogen und vorerst nicht bezahlt. 





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