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Qualitätsvertrag geschlossen

München. Die Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe und die Siemens-Betriebskrankenkasse haben den bundesweit ersten Qualitätsvertrag zur Beatmungsentwöhnung von langzeitbeatmeten Patientinnen und Patienten (Weaning) geschlossen. Die Zahl derjenigen, die außerhalb von Kliniken beatmet werden, nimmt in Deutschland rasant zu: Patienten mit chronischer respiratorischer Insuffizienz werden zuhause beatmet. Studien belegen, dass etwa 60 Prozent dieser Menschen zumindest vorübergehend von der Beatmung entwöhnt werden könnten. Ziel der Vertragspartner ist es, das Potenzial einer Beatmungsentwöhnung der Patienten individuell, strukturiert zu erheben und ihnen eine spezialisierte Versorgung in einer Fachklinik (Weaning-Zentrum) zu ermöglichen.

Bundesweit gehen Experten von 15.000 bis 20.000 Patienten aus, die außerklinisch beatmet werden und für die Weaning eine Option sein kann.

Der Vertrag sieht vor, dass die Spezialisten des Weaning-Zentrums gemeinsam mit dem betreuenden Hausarzt ein mögliches Weaning-Potenzial im Rahmen einer Fallkonferenz ermitteln. „In vielen Fällen werden Patienten invasiv außerklinisch beatmet, obwohl eine Entwöhnung möglich wäre“, sagt Dr. med. Erik-Christian Ernst, Leiter des Beatmungszentrums in der Karl-Hansen-Klinik. „Das belegen auch unsere Zahlen: 76 Prozent der Patienten verlassen das Weaning-Zentrum ohne maschinelle Beatmung – dafür mit einem deutlichen Zugewinn an Lebensqualität.“ Mit über 40 Beatmungsplätzen und einem hohen Personalausbildungsstandard erfüllt die Karl-Hansen-Klinik die im Qualitätsvertrag geforderten Kriterien.

Auch andere zertifizierte Weaning-Fachkliniken und Krankenkassen können dem Vertrag ohne große Hürden beitreten.





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