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MB-Forderungen in der Tarifrunde 2019 für Ärzte in kommunalen Kliniken

Berlin. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat ihre Erwartungen an die kommunalen Arbeitgeber im Hinblick auf die kommenden Tarifverhandlungen für die Ärzte in kommunalen Krankenhäusern formuliert. Man wolle aber die notwendigen Veränderungen gemeinsam mit den Arbeitgebern angehen. Der MB setze auf mehr Planungssicherheit, klare Höchstgrenzen und eine manipulationsfreie Erfassung der Arbeitszeit der rund 55.000 Ärztinnen und Ärzte in den bundesweit mehr als 500 kommunalen Kliniken.



Die Forderungen seien darauf gerichtet, die Gesamtarbeitslast zu reduzieren und Überlastungen der Ärzte entgegenzuwirken, erklärte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes.

Grundbedingung für jede gezielte Verbesserung sei eine exakte Erfassung der Arbeitszeit. „Wir brauchen eine objektive, automatisierte und manipulationsfreie Arbeitszeiterfassung in den Krankenhäusern. Ohne solche vom Marburger Bund lizensierte Systeme werden wir die Anordnung von Bereitschaftsdienst nicht mehr erlauben“, bekräftigte Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes.

Zusätzlich müsse die Anordnung von Bereitschaftsdienst an die Bedingung geknüpft werden, innerhalb eines Kalendermonates zwei Wochenenden in der Zeit von freitags 18:00 Uhr bis montags 07:00 Uhr von jedweder Arbeitsleistung (regelmäßige Arbeitszeit, Rufbereitschaft, Bereitschaftsdienst) frei zu halten. „Auch die Verlässlichkeit der Dienstplangestaltung wollen wir zur Voraussetzung machen, dass überhaupt Bereitschaftsdienst angeordnet werden kann. Die endgültige Dienstplanung muss sechs Wochen vor Beginn des jeweiligen Planungszeitraumes bekannt gegeben werden“, forderte Botzlar.

Notwendig seien auch klare Höchstgrenzen. Bereitschaftsdienste seien notwendig, um den 24-Stunden-Betrieb der Krankenhäuser aufrechtzuerhalten. Doch insbesondere Nachtdienste bedürften einer Begrenzung.

Die angestellten Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern müssten an der allgemeinen Tarifentwicklung teilhaben. Deshalb fordere der Marburger Bund in dieser Tarifrunde eine lineare Erhöhung der Ärztegehälter um fünf Prozent bei einer einjährigen Laufzeit.

Termin für die Auftaktrunde der Tarifverhandlungen ist der 21. Januar in Berlin.





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