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Mühlenkreiskliniken haben 620 neue Stellen geschaffen

Mühlenkreis. Die Mühlenkreiskliniken haben auf ihrer jährlichen Bilanzpressekonferenz am 22. August zum achten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis vermelden können. Für das Geschäftsjahr 2018 konnte der Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier einen Gewinn nach Steuern und Abschreibungen von 3,1 Millionen Euro verkünden.

Teil der Erfolgsgeschichte ist u.a. dass die Mühlenkreiskliniken seit dem Jahr 2015 insgesamt 620 Personen zusätzlich eingestellt haben. Zum 31. Mai 2019 hatten die Mühlenkreiskliniken 4986 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – so viele wie noch nie in der Geschichte der Krankenhäuser im Kreis Minden-Lübbecke. „Diese Zahlen zeigen, dass wir als Arbeitgeber sehr attraktiv sind und unser Weg der stetigen Entwicklung richtig ist“, kommentiert Dr. Olaf Bornemeier. Mehr als die Hälfte des zusätzlichen Personals ist im Pflegedienst und den pflegedienstnahen Bereichen wie dem Funktionsdienst und dem medizinisch-technischen Dienst eingestellt worden. Der Personalaufbau seit 2015 ist in allen Häusern der Mühlenkreiskliniken in etwa im gleichen Maßstab erfolgt.

Die Zahl der stationären Patienten ist 2018 leicht auf 72.377 gesunken (Vorjahr 73.623). Die Zahl der ambulant behandelten Patienten stieg dagegen deutlich auf 154.642 (Vorjahr 145.397). Der Umsatz (konsolidiert) stieg von 368 Millionen Euro (2017) auf 382 Millionen Euro im Jahr 2018. Der gestiegene Umsatz bei gleichzeitig weniger stationären Patienten ist auch eine Folge des durchschnittlich etwas höheren Schweregrads der behandelten Erkrankungen. „Als Universitätsklinikum zieht das Johannes Wesling Klinikum auch Patientinnen und Patienten an, die in anderen Häusern in der Region nicht mehr behandelt werden können“, kommentiert Dr. Olaf Bornemeier die aktuelle Entwicklung. 

Das EBITDA – also das Jahresergebnis vor Steuern und Abschreibungen – beläuft sich auf 16 Millionen Euro und stieg damit gegenüber dem Vorjahr wieder etwas an. Der Jahresüberschuss der Mühlenreiskliniken inklusive der Töchterunternehmen beträgt 3,1 Millionen Euro, die für Investitionen zur Verfügung stehen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 sieht der Vorstandsvorsitzende den Klinikkonzern mit enormen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Das liegt nach Angaben des Gesundheitsökonoms an den immer strikteren gesetzlichen Vorgaben in allen Bereichen. „Der Gesetzgeber schreibt uns immer mehr vor und dirigiert in nahezu alle Bereiche bis auf die Detailebene hinein. Als Unternehmen haben wir kaum noch Handlungsspielräume. Gleichzeitig werden aber die Einnahmen nicht im gleichen Maße angehoben wie die Kosten durch staatliche Vorgaben“, so Dr. Bornemeier. Als Beispiele nannte der Vorstandsvorsitzende die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung, die strengeren Ausschreibungsregeln und die Mindestmengen für bestimmte Operations- oder Behandlungsverfahren. „All das kann man machen, wenn es politisch und gesellschaftlich gewünscht ist. Aber alle diese Maßnahmen kosten Geld, welches uns leider nicht refinanziert wird“, so Dr. Bornemeier.

Stattdessen erleben die Krankenhäuser auf der Einnahmeseite eine zunehmende Verweigerungshaltung der Krankenkassen. Die Prüfquote hat sich im vergangenen Jahr nochmal um neun Prozent erhöht. „Die von den Krankenkassen streitig gestellten Forderungen betragen insgesamt 32,6 Millionen Euro. Für dieses Geld haben wir medizinische und pflegerische Leistungen erbracht und haben die Gehälter unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlt. Am häufigsten bezweifeln die Krankenkassen die Notwendigkeit einer stationären Behandlung und die Dauer der Behandlung“, sagt Dr. Olaf Bornemeier. Hier sei der Gesetzgeber dringend gefordert, mäßigend auf die Krankenkassen und die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen einzuwirken.





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