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Rhön: Ergebnis verschlechtert

Bad Neustadt a. d. Saale. Obwohl Patientenzahlen und Umsatz in der Rhön Klinikum AG im ersten Halbjahr 2012 gestiegen sind, ist das Ergebnis gesunken. Bis Juni wurden 1,26 Mio. Patienten behandelt (plus 9,5% zum Vorjahreszeitraum), die Umsatzerlöse stiegen auf 1,39 Mrd. Euro (plus 7,1%).

Zum 1. Mai 2012 erfolgte die erstmalige Konsolidierung der Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) in Wiesbaden. Neben den hier übernommenen Verlusten kam es aber auch zu Verzögerungen bei der Restrukturierung der Universitätskliniken Gießen und Marburg (UKGM), die für 2012 insgesamt voraussichtlich zu einer Belastung des operativen Ergebnisses von rund 20 Mio. Euro führen werden. Hinzu gekommen sind die aktuellen Tarifabschlüsse sowie der anhaltende Preisverfall. Auch das Übernahmeangebot von Fresenius habe das Ergebnis beeinträchtigt, heißt es aus dem Konzern.

Konkret hat sich das operative EBITDA in den ersten sechs Monaten des Jahres um 10,2 % auf 145,2 Mio. Euro verschlechtert. Vor dem Hintergrund höherer Abschreibungen auf neue Klinikgebäude sank das EBIT um 24,9 % auf 76,8 Mio. Euro. Der Konzerngewinn ging belastet durch höhere Zinsen und einen steuerlichen Sondereffekt in der Vorperiode um 40,5 % auf 50,1 Mio. Euro zurück. Nach Abzug der Ergebnisanteile für Minderheiten in Höhe von 1,2 Mio. Euro vom Konzerngewinn der ersten sechs Monate beläuft sich das Ergebnis je Stammaktie auf 0,35 Euro (Vorjahr 0,59 Euro).

Zwar zeige das erste Halbjahr Schatten, aber die positiven Aspekte würden doch überwiegen, erklärte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pföhler. Der Konzern sehe die Umsatzzahlen auf einem guten Weg. Die Erwartungen für das zweite Halbjahr seien „vorsichtig optimistisch". Durch die jüngsten Entscheidungen des Gesetzgebers könnten Tariferhöhungen in Teilen ausgeglichen werden. Das reiche zwar nicht, werde aber einen positiven Effekt nach sich ziehen. Erste Schritte zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit habe die Geschäftsführung am Universitätsklinikum Gießen Marburg (UKGM) unternommen. Nach wie vor nicht absehbar seien die Folgen aus dem Ende Juni gescheiterten Übernahmeangebot, weitere Belastungen hier nicht auszuschließen.

Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2,85 Mrd. mit einer Schwankungsbreite von 2,5 Prozent. Dieses Umsatzziel geht einher mit einer Prognose für das EBITDA von EUR 315 Mio. und für den Konzerngewinn von EUR 117 Mio., jeweils mit einer Varianz von +/‐ 5 Prozent.





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