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Vorerst kein weiteres Angebot von Fresenius für Rhön

Berlin. Der Gesundheitskonzern Fresenius wird den Aktionären der Rhön Klinikum AG bis auf weiteres kein zweites Übernahmeangebot machen. Das teilte der Dax-Konzern mit. Die Fresenius-Aktie profitierte von der Ankündigung, die Rhön-Aktie verlor zunächst 20 Prozent. Jede Investition müsse bei beherrschbaren Risiken Wert schaffen, erklärte Fresenius-Chef Ulf Schneider. Ein erneutes Angebot sei nicht vertretbar.

Der Rhön-Vorstand erklärte, er teile auch weiterhin die strategische Logik des Zusammenschlusses zweier großer privater Klinikbetreiber in Deutschland.

Inzwischen haben fast alle privaten Klinikkonzerne Aktien von Rhön gekauft. So soll der Asklepios-Eigner Bernard Broermann weitere Rhön-Aktien gekauft haben. Medienberichte, wonach die Sana Kliniken AG plant, den Aktionären der Rhön Klinikum AG ein Übernahmeangebot zu unterbreiten, wies Dr. Michael Philippi, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, zurück. An den Bedingungen, an denen der Fresenius-Konzern gescheitert sei, habe sich nichts geändert, so Philippi. Ein neuerliches Übernahmeangebot mache daher keinen Sinn. Dass sich Aktionäre und Vorstand der Sana Kliniken mit der Gesamtsituation befassten, sei selbstverständlich.

Von den kommunalen Krankenhäusern wird der Übernahmekampf um die Rhön Klinikum AG sehr kritisch beobachtet. Der gescheiterte Übernahmeversuch werfe „ein Schlaglicht auf die Gefahren der Privatisierung von Krankenhausleistungen als Teil der Daseinsvorsorge", sagte Bernhard Ziegler, Vorsitzender des Interessenverbandes Kommunaler Krankenhäuser in Deutschland (IVKK), dem Tagesspiegel. „Die Übernahme ist gescheitert, weil sich verschiedene private Klinikbetreiber in ihrem Wettbewerb gegenseitig blockieren." Die Politik müsse Konsequenzen daraus ziehen. „Der Gesetzgeber ist aufgerufen, diese Gefahren durch klare gesetzliche Regelung zur Verwendung von Gewinnen aus dem Betrieb von Kliniken zu begrenzen", forderte Ziegler.





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