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Kürzere Verweildauer, höherer Bettenbedarf

Hamburg. Die Verweildauer in den Krankenhäusern Hamburgs ist zurückgegangen. Eine Ausnahme macht nur die Kinderheilkunde. Dennoch steigt der Bettenbedarf, da die Zahl der stationären Patienten zugenommen hat. So wurden in 2011 rund 58.000 Fälle mehr behandelt als 2007. Daher werden 223 Betten zusätzlich in den Krankenhausplan aufgenommen. Begründet wird die steigende Auslastung u.a. mit dem Zulauf aus dem Umland. Etwa 30 Prozent der Patienten sind keine Hamburger. Das teilt die Gesundheitsbehörde der Stadt mit.

Der Bedarf in der psychiatrischen Versorgung steigt ebenfalls kontinuierlich an. Daher wurde zwischen der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH als größtem Anbieter auf diesem Gebiet, den Krankenkassen und der BVG vereinbart, Modelle für neue teilstationäre Angebote in besonders betroffenen Stadtteilen aufzubauen. Damit sollen die wohnortnahe Versorgung verbessert und Krankenhausaufenthalte vermieden oder verkürzt werden.

Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, erster Vorsitzender der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft e.V. (HKG), verwies allerdings darauf, dass dieses Modell der Zwischenfortschreibung als ergebnisoffene Erprobung verstanden werden müsse und kein Präjudiz für künftige Entscheidungen sein dürfe. Neue oder erweiterte vollstationäre Angebote in der Psychiatrie und Psychosomatik müssten, abhängig vom Bedarf, auch künftig realisiert werden.

Die einvernehmlich zwischen der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft, den Krankenkassenverbänden und der Gesundheitsbehörde beschlossene Zwischenfortschreibung 2012 des Krankenhausplans 2015 soll das aktuelle Leistungsgeschehen in den Hamburger Krankenhäusern abbilden und notwendige Veränderungen in die Wege leiten.

Im Vergleich zu 2007 (406.278 vollstationäre Fälle) wurden im vergangenen Jahr 464.700 Fälle vollstationär versorgt. Insgesamt stiegen die vollstationären Zahlen gegenüber 2010 um 3,6 Prozent an. Die stärksten Zunahmen gab es in der Geriatrie (12%), Neurologie (5,8%) und in den psychiatrischen Fachgebieten (6 bis 8%).

Daher werden für die Geriatrie 77 Betten zusätzlich genehmigt, gefolgt von der Chirurgie mit 30 und der Gynäkologie mit 19 zusätzlichen Betten. In der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde werden 13 abgebaut. Neu in die Krankenhausplanung aufgenommen wird das Krankenhaus Jerusalem/Mammazentrum mit 30 Betten. Es hatte bisher nur einen separaten Versorgungsvertrag mit den Kassen.





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