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Personalmanagement mit höchster Priorität

Berlin. Personal ist das derzeit wichtigste Thema für Geschäftsführer, Verwaltungsleiter, geschäftsführende Direktoren in deutschen Krankenhäusern. Das ergab eine aktuelle telefonische Umfrage von Mummert Healthcare Consulting. Fast 70 Prozent der 101 Befragten erklärten, das Thema „Personal" sei für sie „sehr wichtig". Auch die übrigen 30 Prozent stimmten dem mit wenigen Ausnahmen zu, sie fanden es „wichtig". Erst auf Platz zwei und drei folgten das medizinische Leistungsspektrum und die Wirtschaftlichkeit.

Die Schlussfolgerung der Berater: Jetzt sollten Personalmanager Krankenhauschefs werden. Sie verwiesen auf die privaten Klinikketten, die das Personalmanagement häufig schon auf Vorstands- und Geschäftsführerebene positioniert hätten.

Innerhalb des Personalmanagements sei die Personalentwicklung das wichtigste Thema. Auch diese Umfrage zeigte allerdings wieder, dass die Krankenhauschefs zu sehr mit operativen Problemen zu tun haben und ihnen daher nur wenig Zeit bleibt, sich um strategische Fragen zu kümmern.

Das zeigt auch die Studie „Klinikmanagement 2012" von Rochus Mummert: Mehr als drei Viertel der Krankenhäuser in Deutschland können Managementpositionen nur schwer nachbesetzen. Vor allem betroffen sind kleine Häuser bis zu 250 Betten und Kliniken privater Träger.

Danach sagten 76 Prozent der rund 100 befragten Klinikchefs, es sei "eher schwer" oder sogar "sehr schwer", geeignetes Führungspersonal zu finden. Es fehlen kaufmännische Führungskräfte, die eigenständig und unternehmerisch handeln und so auch die Klinikchefs operativ entlasten.

In den kleineren Kliniken und privaten Häusern klagten jeweils 82 Prozent der Befragten über das Problem fehlender Führungskräfte. In Häusern öffentlicher Träger waren es 79 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hatte in den vergangenen zwölf Monaten Stellen im Management zu vergeben. Dabei war es für Häuser öffentlicher Träger am schwierigsten, zeitnah die Stellen zu besetzen. 86 Prozent von ihnen gaben an, bei mindestens einer Stelle habe das länger als drei Monate gedauert.

„Gleichzeitig sehen wir, dass auch kaufmännischen Mitarbeitern der zweiten Führungsebene häufig Qualifikationen fehlen, was die Klinikleitung zusätzlich belastet", sagte Peter Windeck, Krankenhausexperte und Leiter des Bereichs Healthcare Consulting bei Rochus Mummert. Die Gesundheitsbranche habe großen Nachholbedarf bei der Ausbildung von Führungskräften. Die Kliniken müssten viel stärker auf langfristige Personalentwicklung setzen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dauerhaft gewinnen und diese wertschöpfend einsetzen.

www.rochusmummert.com)





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