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Flächendeckende Überprüfung von Transplantationszentren

Berlin. Alle 47 Transplantationszentren mit ihren insgesamt 140 organspezifischen Organtransplantationsprogrammen werden mindestens einmal innerhalb von 36 Monaten vor Ort geprüft. Die Prüfungskommission und die Überwachungskommission (in gemeinsamer Trägerschaft von Deutscher Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Bundesärztekammer) haben die Verfahren zur Intensivierung der Kontrollen in den Transplantationszentren im Einzelnen festgelegt.

Voraussichtlich werden 12 organspezifische Prüfungsgruppen gebildet. In jeder Gruppe werden mindestens zwei Mitglieder der Prüfungskommission oder der Überwachungskommission sowie zwei für das jeweilige Organtransplantationsprogramm sachverständige unabhängige Ärzte mitwirken. Sie werden von Mitarbeitern der zuständigen Landesministerien begleitet.

Als erste sind sämtliche Lebertransplantationsprogramme an der Reihe. Hier sollen die Erstvisitationen bis Mitte 2013 abgeschlossen sein. Wenn sich bei einer Visitation Auffälligkeiten ergeben, die weitere Untersuchungen erfordern, werden diese Prüfungen in einem zweiten Schritt jeweils einer zweiköpfigen Sonderprüfungsgruppe – die in der Regel aus einer Ärztin/einem Arzt und einer Juristin/einem Juristen besteht – übertragen.

Ziel ist die sachliche Aufklärung von Auffälligkeiten im Zusammenhang mit der Wartelistenführung von Transplantationspatienten und der Organvermittlung. Im Falle von Regel- oder Rechtsverstößen werden diese in enger Zusammenarbeit mit den Länderbehörden an die zuständigen Stellen zur endgültigen sachlichen und rechtlichen Aufarbeitung weiter geleitet.

Im September 2012 sind bereits die Lebertransplantationsprogramme am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der Charité in Berlin sowie der Technischen Universität München, Klinikum rechts der Isar, geprüft worden.

Dabei haben sich in den Zentren Hamburg und Berlin keine Auffälligkeiten ergeben. Für das Münchner Zentrum im Klinikum rechts der Isar bedurfte es der Einleitung einer Sonderprüfung, da hier mehrere Auffälligkeiten bestehen.





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