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DKG: Ärztekammer gefährdet Partnerschaft

Berlin. Nach der Einrichtung der Kontaktstelle „zur Meldung fragwürdiger Zielvereinbarungen" hat sich der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer, in einem Brief an den Ärztekammer-Chef gewandt. Die DKG werte diese Kontaktstelle mit „Prangerfunktion" als Vorgehensweise, die die zukünftige partnerschaftliche Zusammenarbeit zu beeinträchtigen drohe. Montgomery vermittle den Eindruck, den Ärzten, die sich auf Zielvereinbarungen einließen, sei ihr finanzieller Vorteil wichtiger als das Patientenwohl. Damit würden nicht nur Tausende Krankenhausärzte diskreditiert, sondern auch alle niedergelassenen Ärzte, deren wirtschaftliche Existenzsicherung an der Erbringung vergüteter Einzelleistungen gebunden sei.

Dänzer: „Wir meinen, dass der Präsident der Bundesärztekammer weder über die Krankenhausärzte, noch über die niedergelassenen Ärzte den Anschein einer vergütungsdeterminierten Medizin in den Raum stellen darf. Die derzeitige kritische Medienberichterstattung über die medizinische Leistungsentwicklung wird hierdurch unnötigerweise angeheizt. Sie bedienen Forderungen und Aktivitäten der Krankenkassen zur Intensivierung von Wirtschaftlichkeitsprüfungen gegen niedergelassene Ärzte und zur Legitimierung der überzogenen MDK-Prüfungen im Krankenhaus. Mit der Unterstellung eines medizinischen Fehlverhaltens von Ärzten aufgrund Einkommenserzielung stellen Sie die Legitimation der BÄK, eine Federführungsfunktion für die GOÄ und deren Weiterentwicklung wahrzunehmen, zentral in Frage."

Aus Krankenhaussicht sei die Einbindung der leitenden Ärzte in die Gesamtverantwortung für die medizinische und wirtschaftliche Entwicklung eines Krankenhauses legitim und unerlässlich, so Dänzer.





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