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Brandenburg stellt auf Investitionspauschalen um

Potsdam. Für eine bedarfsgerechte gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung müssten die Profile der Brandenburger Krankenhäuser den veränderten Bedingungen und dem veränderten Bedarf angepasst werden. Das geschehe gegenwärtig im Rahmen der Fortschreibung des 3. Krankenhausplanes, teilt das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. Flankiert werde diese Anpassung durch Umstellung der Krankenhausfinanzierung von einer Einzelförderung auf Investitionspauschalen. „Wir werden alle 52 Krankenhäuser an ihren 62 Standorten erhalten sowie gemeinsam mit Krankenkassen und Krankenhausträgern Konzepte entwickeln, wie auch in ländlichen Regionen die medizinisch notwendigen Leistungen in der gebotenen Qualität angeboten werden können", so Gesundheitsministerin Anita Tack.

Vertreter des Gesundheitsministeriums haben Anfang Dezember mit Krankenkassen und der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg den Fortschritt der Krankenhausplanung beraten. Zum einen wurden die notwendigen Bettenkapazitäten neu ermittelt. In vielen Fachgebieten und Standorten werden aufgrund ungenügender Auslastung Betten abgebaut. Andererseits werden gleichzeitig aufgrund der demographischen und medizinischen Entwicklungen verstärkt nachgefragte Leistungsbereiche – insbesondere Innere Medizin, Geriatrie, Psychiatrie – aufgebaut. So wurden die Angebotskapazitäten in jedem Versorgungsgebiet neu strukturiert und 2.600 Betten „bewegt". Insgesamt wird das Angebot an vollstationären Betten nahezu konstant gehalten werden.

Deutlich gestärkt werden soll die teilstationäre Versorgung. Der verstärkte Aufbau von Tageskliniken (plus 26 Prozent) soll die Präsenz von Krankenhausleistungen in der Fläche deutlich ausweiten. Notwendig sei das insbesondere in den Fachgebieten Innere Medizin, Geriatrie, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie.

Zwei Drittel aller Krankenhausleistungen in Brandenburg werden von Menschen im höheren Lebensalter benötigt, so Tack. Das werde sich im Krankenhausplan widerspiegeln. Das Angebot im Planungszeitraum 2014 - 2018 müsse vor allem in der Geriatrie, in der Inneren Medizin und Neurologie deutlich erhöht werden.

Da künftig in fast allen Regionen des Landes immer weniger Frauen geburtshilflich zu versorgen seien und immer weniger Kinder in den pädiatrischen Stationen des Landes behandelt werden müssten, würden Kapazitäten in der Geburtshilfe, in der Kinderheilkunde, in der Chirurgie und der HNO verringert.

In die bisherigen Planungsphasen wurde das Land Berlin bereits einbezogen.

Geplant ist, im letzten Quartal 2013 die Feststellungsbescheide zu verschicken, die ab 1. Januar 2014 wirksam werden.

Im Land Brandenburg gibt es 52 Krankenhäuser mit 62 Standorten. Insgesamt erfolgt die stationäre Versorgung mit 14.985 Betten und 1.023 Tagesklinikplätzen.





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