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IQM veröffentlicht Ergebnisse von Peer-Review-Verfahren

Berlin. Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) hat Ergebnisse ihrer trägerübergreifenden Peer-Review-Verfahren zur Qualitätsverbesserung im Internet veröffentlicht.

Danach ist auffällig ist, dass in 35 von 42 der im Jahr 2011 von Peers besuchten IQM-Mitgliedskrankenhäusern das Thema Mikrobiologie und Antibiotikatherapie als Schwachstelle identifiziert wurde. „Hier sollte jede Klinik ihre Standards zur mikrobiologischen Diagnostik und Antibiotikatherapie überprüfen. Dies betrifft auch die Sepsistherapie, die in allen Fachbereichen verbesserungsfähig erscheint." so PD Dr. Maria Eberlein-Gonska vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden und Mitglied der IQM-Lenkungsgruppe Peer-Review.

In den konservativen Fächern waren zudem häufig die Leitlinienumsetzung und die Schnittstellen Notfallambulanz, Diagnostik, Intensivabteilung/IMC verbesserungswürdig. „Wir möchten hierzu allen Kliniken die Überprüfung der an den Leitlinien orientierten Diagnostik, Differenzialdiagnostik und Therapie unter Einbeziehung der verschiedenen Fachdisziplinen empfehlen", so Eberlein-Gonska. Bei den chirurgischen Themen ist zusätzlich oft das interdisziplinäre Miteinander eine Hürde, und zwar sowohl bei der Inanspruchnahme von Unterstützung aus anderen Fachgebieten wie Innere, Intensiv und Geriatrie, als auch der frühzeitigen chirurgischen Therapie bei Notfällen aus anderen Abteilungen. Rink: „Hier sollte die zeitnahe Konsiliartätigkeit sichergestellt und die interdisziplinäre Zusammenarbeit noch stärker standardisiert werden."

Hintergrund:

Im Jahr 2012 hat IQM Peer-Review-Verfahren in 69 Krankenhäusern durchgeführt (2011: 42). Dazu haben die chefärztlichen Peers seit 2011 die medizinische Behandlungsqualität von 2.140 stationären Behandlungsfällen anhand retrospektiver Fallaktenanalysen analysiert. Anschließend wurden die Ergebnisse mit den 111 besuchten Chefärzten kollegial-kritisch diskutiert, um geeignete Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung festzulegen. Aus der nachträglichen, systematischen Analyse aller Ergebnisprotokolle der 42 Peer-Review- Verfahren des Jahres 2011 hat IQM die heute veröffentlichen Empfehlungen abgeleitet. Derzeit sind rund 250 Chefärzte als Peers bei IQM trägerübergreifend im Einsatz.

www.initiative-qualitaetsmedizin.de





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