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Uniklinika im Investitionsstau

Magdeburg/Halle/Saale. Ein Investitionsstau von mehr als 80 Millionen Euro stellt die Universitäts-Kliniken in Sachsen-Anhalt vor große Probleme. Das Land werde sich zukünftig womöglich keine zwei Uni-Kliniken mehr leisten können, schreibt die Mitteldeutsche Zeitung.


Grund für die Situation der beiden Universitäts-Kliniken in Sachsen-Anhalt, vor allem der Universitätsklinik Halle, sei der Sparkurs der Landesregierung. Nach einer internen Unterlage des Finanzministeriums gebe es in Halle einen Investitionsstau von mehr als 80 Millionen Euro, schreibt die Zeitung. Bis 2025 würde dieser auf gut 400 Millionen Euro ansteigen. „Ein steuerschwaches Land der Größe Sachsen-Anhalts mit den bekannten Lasten aus der demografischen Entwicklung und Schulden kann sich nicht zwei medizinische Fakultäten und Universitätskliniken leisten", heißt es in dem Papier.
Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) wollte sich zu einer etwaigen Schließung einer Klinik nicht äußern. Man erhoffe sich Hinweise vom Wissenschaftsrat. Dieser evaluiere die Kliniken. Udo Sträter, Rektor der Uni Halle, nannte die Finanzierung der Kliniken „letztlich eine politische Frage". Es gebe bereits Überlegungen zur Kostensenkung.
Laut Finanzministerium sind die Ausgaben für Hochschulmedizin die zweithöchsten in Ostdeutschland nach Thüringen, so die Zeitung. Im Wintersemester 2011/12 seien genau 3 549 Medizinstudenten in Sachsen-Anhalt eingeschrieben, umgerechnet gebe das Land fast 32 300 Euro pro Student aus. In Sachsen seien es nur etwa 22 600 Euro.
Das Landeskabinett hatte zuletzt beschlossen, dass Wolff ein Konzept zur Finanzierung der Unikliniken erarbeiten soll. Spätestens zur Kabinettsklausur Ende Mai soll es vorliegen. Die Opposition warnte, Einsparungen könnten den Ärztemangel verschärfen.





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