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Bad Gandersheim. Das Helios-Krankenhaus in Bad Gandersheim schreibt im abgelaufenen Geschäftsjahr keine schwarzen Zahlen. Das hat laut Hessischen Neuesten Nachrichten Marko Schwartz, Geschäftsführer der Standorte in Bad Gandersheim und in Northeim, in der jüngsten Stadtratssitzung mitgeteilt.

Die finanziellen Probleme des Städtischen Klinikums Dresden sind für Uwe Alschner, Geschäftsführer des Interessenverbandes Kommunaler Krankenhäuser, kein Einzelfall. „Bürger und Kommunalpolitiker in Dresden müssen wissen, dass Unterfinanzierung von Krankenhäusern ein Charakteristikum unseres Systems in Deutschland ist“, erklärte er gegenüber den Dresdner Neuesten Nachrichten in der Ausgabe vom 19. Dezember.

Wörtlich erklärte Alschner: „Bürger und Kommunalpolitiker in Dresden müssen wissen, dass Unterfinanzierung von Krankenhäusern ein Charakteristikum unseres Systems in Deutschland ist. Es ist politisch gewollt, dass neben Gewinn auch Verlust gemacht wird. Dieses Problem wird verschärft durch die Öffnung von Kliniken für kommerzielle Beitreiber. Also für solche Betreiber, die für sich Profit aus dem Betrieb erzielen wollen. Das ist ein Widerspruch zum Auftrag der Daseinsvorsorge aus dem Sozialstaatsprinzip. Und es ist ein Widerspruch zu Art. 1 Grundgesetz. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch die des Patienten und der Mitarbeiter in der Pflege. Denn sie baden letztlich aus, was an kommerziellem Druck schon im System erzeugt wird. Lokale Faktoren können noch dazu kommen, wären aber beherrschbar in einem Krankenhauswesen, das am Gemeinwohl orientiert und gut finanziert ist. Wenn man Strukturanpassungen will, muss man sie politisch gestalten und darf sie nicht dem Markt überlassen. Denn der bestraft auch “gute” Kliniken. Weil Verluste Voraussetzung für Privatisierung sind.
Unsere Forderung an die Politik in Bund und Land lautet daher: revidieren Sie die Kommerzialisierung des Krankenhauswesens und schaffen Sie die Bedingungen, dass Krankenhäuser ausreichend finanziert sind!“

Berlin. Die wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser bleibt angespannt. 2017 hat jede dritte Klinik rote Zahlen geschrieben, wie das aktuelle Krankenhaus Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) zeigt. „Die Unterfinanzierung der Krankenhäuser bleibt ein ungelöstes Problem. Dass ein Drittel der Krankenhäuser in Deutschland rote Zahlen schreibt, ist ein eindeutiges Symptom für unzureichende Rahmenbedingungen und liegt nicht an den Kliniken. Denn das größte Problem bleiben die Investitionskosten, bei denen die Länder ihrer Verantwortung nicht gerecht werden“, erklräte DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß. Laut Krankenhaus Barometer schätzt nur jede vierte Klinik ihre wirtschaftliche Lage als „eher gut“ ein, jede dritte aber als unbefriedigend. Bei den Aussichten auf das Jahr 2019 sieht es nicht besser aus: 37 Prozent befürchten eine Verschlechterung der Lage, nur 18 Prozent erwarten Verbesserungen.

Berlin. Kritisch äußerte sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) zum geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Ziel sei, Patienten schneller und besser mit Arztterminen zu versorgen. Doch die beabsichtigten Regelungen zu den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) würden genau das nicht erreichen.

Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat kurz vor Ende des Jahres Eckpunkte zur Reform der ambulanten Notfallversorgung vorgestellt. Es sei wichtig, dass es Anfang 2019 eine Reform für diesen Bereich geben soll, so der Kommentar aus der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Sie verweist darauf, dass jedes Jahr rund elf Millionen Menschen die Ambulanzen der Krankenhäuser aufsuchen und dort Hilfe erhalten, die sie im niedergelassenen Bereich offensichtlich nicht bekämen. Dieser Realität müsse sich jede Reform stellen, so DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß.





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