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Krankenhaus bleibt – Zukunftskonzept vorgestellt

Zeven. Das Martin-Luther-Krankenhaus (MLK) in Zeven soll erhalten bleiben. Das haben laut Rotenburger Rundschau die Geschäftsführer Siegfried Ristau und Sven Freytag sowie der Stader Landrat Michael Roesberg in seiner Funktion als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung vor der Presse bekräftigt. Gleichzeitig sei ein Zukunftskonzept vorgestellt worden, das strukturelle Veränderungen enthalte.


Danach soll aus dem Standort Zeven ein Gesundheitszentrum am Martin-Luther-Krankenhaus werden. „Wir wollen mit der Betonung auf das ,am‘ deutlich machen, dass wir am MLK als Krankenhaus festhalten“, habe Roesberg erklärt. Das bedeute den Erhalt und Ausbau der akutstationären Inneren Medizin, der konservativen internistischen Notfallversorgung inklusive intensivmedizinischer Versorgung und Überwachung, Ausbau und Weiterentwicklung des Angebots der Schmerztherapie, Umwandlung von frei werdenden Räumen in Spezialpflegeeinheiten, z.B. für Menschen mit schwerer Demenz, sowie den Ausbau der Tagespflege.
Nicht weitergeführt werde von den OsteMed-Beteiligten, dem Landkreis Rotenburg und der Elbe Kliniken Stade-Buxtehude, die vollstationäre Chirurgie. Hier sei zum Jahresende Schluss. Die Zahlen seien über die Jahre immer weiter nach unten gegangen, so die Begründung. Es bleibe das ambulanten Operierens sowie eine Notfallversorgung in der Kernarbeitszeit zwischen 8 und 18 Uhr von montags bis freitags. Es solle aber zugleich ein ambulantes OP-Zentrum am MLK enstehen, für das dann laut Konzept zwei Operationstage vorgesehen seien – einer chirurgisch, einer gynäkologisch. Dafür sollen auch die ambulanten Operationen des Bremervörder Krankenhauses künftig in Zeven konzentriert und der Austausch zwischen beiden Standorten verstärkt werden.
Roesberg habe erklärt, den derzeitigen Stand habe man sich hart erarbeitet. Nach dem Rückzug der Sana hätten Ministerium und Krankenkassen keinen Bedarf mehr für Zeven, einige sogar für Bremervörde gesehen. „Wir aber sahen die Bedarfsnotwendigkeit.“ Sicher sei aber, dass der Standort über Jahre defizitär bleiben werde. Man sei dankbar, mit den Elbe Kliniken einen guten Partner gefunden zu haben, so Kreiskämmerer Sven Höhl. In dem zweijährigen Prozess vom Sana-Rückzug bis jetzt habe der Landkreis 10,5 Millionen Euro aufgebracht, um die Häuser zu stabilisieren und zu kaufen. Ziel sei, die Häuser gut für die Zukunft aufzustellen.
Roesberg habe betont, „Wir sind auf jeden Fall kein privater Gesellschafter, der Rendite machen will“.
Wie auf der Homepage des Landkreises mitgeteilt wird, haben sich nach dem Einstieg der Elbe-Kliniken Stade-Buxtehude mit 51 Prozent bei den OsteMed Kliniken im April dieses Jahres die Gremien der OsteMed neu konstituiert. Der Stader Landrat Roesberg verdeutlichte, dass die Gesellschafter der OsteMed zu beiden Krankenhausstandorten in Bremervörde und Zeven stehen. „Wir erwarten, dass das Land Niedersachsen und die Krankenkassen die OsteMed bei Ihren zukünftigen Entscheidungen unterstützen werden."





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