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Sind weniger Transplantationszentren die Lösung?

Berlin/Leipzig. Nach den inzwischen auch am Leipziger Universitätsklinikum festgestellten Manipulationen im Transplantationszentrum wurden der Direktor des Zentrums und zwei Oberärzte beurlaubt. Die Leipziger Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eingeleitet. Offenbar wurden seit 2010 in 28 Fällen Patienten fälschlich als Dialysefälle eingestuft, um ihnen einen besseren Platz auf der Warteliste zu ermöglichen.

Mit weiteren Fällen wird gerechnet, denn es sind noch nicht alle Zentren und auch nicht alle 140 Transplantationsprogramme überprüft worden.

Von verschiedenen Seiten wird nun wieder die Forderung erhoben, die Anzahl der Zentren drastisch zu verringern und Transplantationen an wenigen Standorten zu konzentrieren. Nicht nur der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Frank Ulrich Montgomery, plädierte für wenige große Zentren, auch Vertreter von Universitätskliniken sprachen sich dafür aus.

Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, verwies dagegen auf die oft monatelang notwendige Betreuung der Patienten vor und nach einer Transplantation. Weitere Wege sollten ihnen nicht zugemutet werden.

Am Ende entscheiden die Bundesländer in der Krankenhausplanung darüber.





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