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Patientenschützer: Gesetz verbessert in der Pflege nichts

Dortmund. "Pflegebedürftige und Pflegepersonal leiden seit langem unter dem akuten Pflegenotstand. Mit dem Pflegeberufsgesetz schafft die Bundesregierung keine Abhilfe. Sie verstrickt sich stattdessen in eine praxisferne und ideologische Debatte. Das bringt keine zusätzlichen Altenpfleger ans Bett. Bereits heute fehlen hier rund 30.000 Fachkräfte. Auch wird dieses Gesetz die Lohnunterschiede in der Pflege nicht beseitigen.“ Das erklärte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz Eugen Brysch.

Das Ausbildungskonzept "eine für alle" gehe in die falsche Richtung. Die Stärke des deutschen Ausbildungssystems sei seine Spezialisierung. Allein für den Elektroniker gibt es mindestens vier verschiedene Ausbildungsgänge. Der von der Bundesregierung vorgeschlagene Sonderweg mache diese Stärke im Pflegebereich zunichte. Akutpflege im Krankenhaus und Langzeitpflege im Heim erforderten sehr unterschiedliche Fertigkeiten und Qualifikationen. 
 
Außerdem lasse die Bundesregierung offen, welche konkreten Anforderungen es gebe und welche Inhalte künftig gelehrt würden. Dies wolle sie später auf dem Verordnungsweg regeln. Wie auch immer der Lehrplan aussehen werde, das Niveau der jetzigen Ausbildungsgänge werde er nicht halten. Welche praktischen Auswirkungen das in der Pflege habe, werde sich frühestens 2021 zeigen – wenn die ersten "Pflegefachleute" ihren Dienst antreten.





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