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Erneut Verluste

Zollernalbkreis. Das Zollernalb-Klinikum hat im vergangenen Jahr erneut einen Verlust gemacht – mit 4,6 Millionen Euro einen deutlich höheren als noch 2014. Wie der Schwarzwälder Bote berichtete, geht das aus der Bilanz hervor, die in der Sitzung des Kreistags Ende Juli vorgestellt wurde. „Die Jahresrechnung für 2015 dürfte Wasser auf die Mühlen derjenigen sein, die sich in der Krankenhaus-Debatte für den Bau eines Zentralklinikums aussprechen, schreibt die Zeitung. Ein Weg, der von zwei unabhängig voneinander erstellten Gutachten empfohlen worden sei, die der Kreis als alleiniger Gesellschafter des Klinikums sowie die Stadt Albstadt als Standortgemeinde eines der beiden Krankenhäuser in Auftrag gegeben hatten.


Hintergrund der Diskussion seien neben den laufend hohen finanziellen Verlusten aus dem Betrieb der beiden Häuser in Albstadt und Balingen auch die künftigen Anforderungen an eine möglichst optimale medizinische Versorgung und damit der Zukunftsfähigkeit des Zollernalb-Klinikums mit seinem Zwei-Häuser-Modell.
Der Jahresabschluss weise die betrieblichen Aufwendungen im vergangenen Jahr mit 82,1 Millionen Euro und damit etwa 2,1 Millionen Euro mehr als 2014 aus. Das liege vor allem auch an den Personalkosten mit 57,7 Millionen Euro, sowie den 136.000 Euro für ärztliche Fremdleistungen, die im medizinischen Bedarf ausgewiesen seien, aber nicht durch eigene Mitarbeiter abgedeckt wurden, weil die dafür vorgesehenen Stellen nicht besetzt werden konnten.
Allein der laufende Betrieb des Zollernalb-Klinikums habe 2015 zu einem Verlust in Höhe von 4,6 Millionen Euro geführt – rund 670 000 Euro mehr als im Jahr 2014. Dabei seien die Fallzahlen mit rund 20 000 praktisch gleich geblieben. Auch die Verweildauer habe sich nicht verändert. Für den Verlust müsse der Landkreis als Gesellschafter geradestehen.
Das Zol¬lernalb-Klinikum habe zudem ein Liquiditätsproblem, da Bargeldreserven nicht aufgebaut werden könnten. Um die laufenden Ausgaben bestreiten zu können, bestehe schon ein Kassenkredit über fünf Millionen Euro, für den der Landkreis bürge. Der Kredit und Bürgschaft seien bis 30. August 2016 befristet, sollen aber nach dem Willen der Kreisverwaltung um weitere zehn Jahre verlängert werden.
Landrat Günther-Martin Pauli habe einmal darauf verwiesen, dass es bei der Frage der Klinik-Zukunft darum gehe "ob und wie lange sich der Landkreis die derzeitige Krankenhausstrukur noch leisten will – und kann" schreibt das Blatt. Nicht eingerechnet in die Bilanz seien die Millionen, die der Kreis etwa für die Sanierung und den Neubau des Balinger Hauses ausgegeben habe.





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