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IVKK-Chef: Richtige Debatte, falscher Titel - Krankenhäuser sind Opfer des Systems! Bernhard Ziegler zur ZDF- Sendung "Patientenfabriken"

Ein Beitrag der ZDF Reihe "Zoom" wird am Mittwoch, 9. Januar die Situation an deutschen Krankenhäusern thematisieren. Hierzu hat sich im Vorfeld der Vorsitzende des Interessenverbandes kommunaler Krankenhäuser in Deutschland, IVKK e.V., Bernhard Ziegler gegenüber der Redaktion "Zoom" geäussert. In einer eMail begrüsste Ziegler die Thematisierung der Situation an deutschen Krankenhäusern. "Es steht nicht gut um die Strukturen der stationären Versorgung in Deutschland und insoweit ist jeder Anstoss willkommen, der diese Problematik beleuchtet und Impulse gibt zur kritischen Überprüfung", so Ziegler.

Der Titel der Sendung "Die Patientenfabrik - Wie Kliniken Profit machen" erwecke den Eindruck, Krankenhäuser seien vor allem und zuerst Anstalten zur Profitmaximierung und Gewinnabschöpfung. Ziegler: "Jeder Sachverständige weiss, dass die Realität so aussieht, dass ein beträchtlicher Teil der Krankenhäuser in Deutschland große Probleme hat, Kosten deckend zu arbeiten, und insoweit gerade keine Profite macht." Es sei bekannt, dass diese Tatsche eine Folge des aktuellen Vergütungswesens ist und dass das Problem somit auf einer anderen Ebene liege. "Es wäre aus Sicht der deutschen Krankenhäuser insoweit wünschenswert gewesen, dass der Beitrag bereits in seinem Titel diese Problematik beschrieben hätte, anstatt Kliniken als »Patientenfabriken« zum »Täter« zu machen, wo sie ganz zweifellos - und unbeachtet möglicher Fehlentwicklungen an einzelnen Orten - eher ein Opfer des Systems sind. Dieses System ist politisch gewollt gewesen. Leider kommt das im Titel der Sendung an keiner Stelle zum Ausdruck!"

Die kommunalen Krankenhäuser in Deutschland begrüssten die Debatte über die Frage, was mit dem Geld der Krankenversicherten und Steuerzahler in Deutschland geschehe, so Ziegler "Wir wehren uns jedoch entschieden gegen jeden Versuch, diesbezüglich die Krankenhäuser (und damit die verantwortlichen Geschäftsführungsorgane und Aufsichtsgremien) zur treibenden Kraft hinter ganz zweifellos fragwürdigen Entwicklungen zu machen."

Die Stellungnahme im Wortlaut finden Sie hier





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