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Nachricht

Neue OZ vom 15.02.2008: Von Beate Tenfelde
OSNABRÜCK. Dr. Hansjörg Hermes ist Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück.

Herr Dr. Hermes, ver.di fordert acht Prozent mehr, mindestens aber 200 Euro im Monat. Welche Kosten verursacht dies für das Klinikum Osnabrück?
Die Mehrkosten lassen sich allein für unser Haus auf rund 5,5 Millionen Euro beziffern.

Die Beschäftigten haben mit Gehaltsverzicht zum Gelingen eines strengen Sanierungsplans und zum Erhalt des Klinikums beigetragen: Haben sie einen kräftigen Schluck aus der Lohnpulle verdient?
Ich bin der Letzte, der nicht die große Leistung der Mitarbeiter anerkennt und dafür dankbar ist! Aber uns sind die Hände gebunden. Alles, was ich über Lohnsteigerungen an die Mitarbeiter abgebe, müsste ich durch Personalabbau einsparen. Denn die Preise für unsere Leistungen und damit unsere Einnahmen können wir Kliniken nicht erhöhen.

Wo sehen Sie Sparansätze, damit das Klinikum die Mittel für Gehaltsaufschläge erwirtschaften kann?
Die Mitarbeiter in unserem Haus wissen am besten, dass wir in den letzten Jahren mit großen gemeinsamen Anstrengungen alle Wirtschaftlichkeitsreserven gehoben haben ? und sogar darüber hinausgehen mussten. Dies ist ein Beweis für die hohe Bereitschaft des Personals, sich für das Haus und die Patienten selbst Opfer abzuverlangen. Ich wüsste nicht, wie dies ohne schmerzliche Einschnitte zu steigern wäre.

 Artikel gedruckt in der Neue OZ vom 15.02.2008

Brilon, 24.4.07 - Der Interessenverband kommunaler Krankenhäuser in Deutschland e.V. (IVKK) empfiehlt seinen Mitgliedern, gegen den Finanzierungsbeitrag für Krankenhäuser im Gesundheitsreformgesetz zu klagen. Einen entsprechenden Beschluß fasste der Verband im Rahmen der Hauptversammlung in Brilon. Vorsitzender des Verbandes, der sich als Sprachrohr für die rund 700 kommunalen Kliniken in Deutschland versteht, bleibt für zwei weitere Jahre Dr. Hansjörg Hermes (Osnabrück).

Nach dem zum 1.4. in Kraft getretenen Wettbewerbssteigerungsgesetz der Gesetzlichen Krankenversicherung müssen alle Krankenhäuser rückwirkend zum 1. Januar einen Finanzierungsbeitrag in Höhe von 0,5 Prozent auf die Patientenrechnung an die gesetzlichen Krankenkassen abführen. Wie IVKK-Vorsitzender Dr. Hansjörg Hermes mitteilte, sei ein daraus resultierender dreistelliger Millionenbetrag nur durch weitere Einschränkungen für die Mitarbeiter zu realisieren. "Das ist unzumutbar, weil die Beschäftigten in öffentlichen Kliniken nicht für Defizite im deutschen Gesundheitssystem verantwortlich zu machen sind," so Hermes. "Das ist ein Tabubruch, gegen den wir uns im Interesse von Mitarbeitern und Patienten mit den Klagen wehren werden."

Einstimmig bestätigten die Mitglieder, die bundesweit rund 20.000 Klinikbetten und 40.000 Mitarbeiter vertreten, den Osnabrücker Klinikchef Dr. Hansjörg Hermes, als Vorsitzenden. Stellvertreter bleibt auch zukünftig Wilhelm Kahle (Potsdam). Kassierer ist Till Frohne (Cottbus). Zu Beisitzern gewählt wurden Wilken Köster (Wolfsburg) und Bernd Schulte (Brilon).

Für Rückfragen der Redaktion:
Dr. Uwe Alschner
elfnullelf® Strategie und politische Kommunikation
Inhaber
mobil: +49.163.8822150

 





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